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Unsere öffentlichen Aktivitäten der Jahre 2013 bis 2016 und auch schon Vergangenes aus 2017 im Rückblick:
Was wir in den letzen vier Jahren getan haben, legen wir auf dieser Seite ab. Hier können Sie nachlesen, Bilder betrachten und sowohl konzentrierte als auch fröhliche Tätigkeiten nachvollziehen.

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2017

Dez - Jauchzet, frohlocket, auf, preiset die Tage


J.S. Bachs Weihnachtsoratorium im Dom des Angelbachtals

Wieder einmal verstand es Prof. Franz Wassermann, Musikdirektor an der Universität Heidelberg und Leiter sowohl seiner vier dortigen Chöre als auch der Kirchenmusik in Rauenberg, ein großartiges musikalisches Werk im Rahmen der von ihm initiierten „Rauenberger Abendmusiken“ in der Kirche St. Peter und Paul den Konzertbesuchern nahe zu bringen: das Weihnachtsoratorium von J.S. Bach. Es ist ein sechsteiliges Oratorium für Soli, gemischten Chor und Orchester, dessen Einzelteile in den Gottesdiensten zwischen dem ersten Weihnachtsfeiertag und Epiphanie („Dreikönig“) in den Hauptkirchen Leipzigs aufgeführt wurden. Die Freude über die Geburt Christi ist die umschließende Klammer der einzelnen Kantaten. Festliche Eröffnungs- und Schlusschöre, Choräle, Arien und Rezitative prägen dieses Oratorium. Es ist das populärste der geistlichen Chorwerke Bachs und zählt zu seinen berühmtesten geistlichen Kompositionen. Der Bibeltext wird durch freie Dichtungen und Choräle unterbrochen, die dem Zuhörer das Geschehen näher bringen. Ein hochqualifiziertes Solistenensemble, ein Orchester, dessen Spieler und Spielerinnen in den erforderlichen stilistischen Differenzierungen versiert sind und ein international anerkannter Chor, der in der Presse für seine Virtuosität und Reinheit des Klangs, seine dynamische Vielfalt und differenzierte Interpretation gerühmt wird, die Camerata Carolina aus Heidelberg, versprachen ein Höhepunkt im musikalischen Leben der Stadt Rauenberg und der Region zu werden.

Zu Beginn des Oratoriums, aus dem Franz Wassermann die Teile I, II, V und VI ausgewählt hatte, wurden die Konzertbesucher mit Pauken und Trompeten im groß angelegten Eingangschor „Jauchzet, frohlocket“ in das Geschehen der Geburt Jesu einbezogen. Chor und Orchester bejubelten gemeinsam mit klanglicher Prachtentfaltung das Kind in der Krippe als Herrscher der Welt. Den Evangelisten lässt Bach nach alter kirchlicher Tradition den biblischen Text erzählen; der Tenor Markus Ullmann war ein vorzüglicher Evangelist, der in Rezitativen wohlklingend und fein nuanciert in Worten und Tönen das Geschehen der einzelnen Kantaten den Zuhörern vermittelte. Seine Arien „Frohe Hirten eilt, ach, eilet“ und „Nun mögt ihr stolzen Feinde schrecken“ waren vom Feinsten: er beherrscht alle Abstufungen in Dynamik und Klang, fein und reich an Schattierungen, farbenreich und federleicht in seinen Koloraturen.

Nach herrscherlicher Pracht bestimmt demütige Erwartung den ersten Teil des Oratoriums. Die Altistin Regina Grönegreß vermittelte den Konzertbesuchern mit ihrer warmen, sonoren Stimme die Sehnsucht der Menschheit nach der Ankunft des Erlösers. Wie vielseitig, affektstark und klangintensiv sie mit ihrer Stimme den jeweiligen Texten Gestalt geben kann, zeigte sie nicht nur in den Rezitativen, sondern ganz besonders in ihren Arien „Bereite dich Zion“ und, mit viel Liebe und Zärtlichkeit dargeboten, „Schlafe, mein Liebster, genieße der Ruh“, in der die Melodie beruhigend und demütig zugleich nach unten führt. Eindrücklich verhalten und breit ausschwingend erschien der Choral „Wie soll ich dich empfangen“, von Chor und Orchester aufs Genaueste gestaltet.

Ein besonderes Juwel war der Dialog der zart verinnerlicht singenden Chorsoprane und des fein gestaltenden Bassisten Thomas Herberich im Choral „Er ist auf Erden kommen arm“. Dann aber strahlte wieder die Trompete mit dem Bassisten um die Wette in der Arie „Großer Herr und starker König“. Beeindruckend Thomas Herberichs großer Stimmumfang, ausdrucksstark sowohl in den hohen wie den tiefen Lagen, modulationsfähig und klangintensiv, vielseitig im Ausdruck. In warm vibrierender Beseeltheit, wiegenliedmäßig, unterbrochen von den jubilierenden Trompeten, fasst der Schlusschoral des ersten Oratoriumsteils „Ach mein herzliebes Jesulein“ wie ein Brennpunkt dessen Thematik zusammen: den Gegensatz zwischen dem Herrscher der Welt, dem jubilierend Trompeten und Pauke huldigen, und dem demütigen Piano des Chors, der das Kind in der Krippe betrachtet.

Im zweiten Teil, der von der Nachricht der Geburt Jesu an die Hirten handelt, fehlen bewusst die herrschaftlich jubelnden Instrumente. In der Sinfonia, einer Pastoralmusik, versinnbildlichen Flöten mit ihrem lichten Klang und Streicher eine himmlische Engelsmusik und die Oboen, den Klang der Schalmeien imitierend, eine volkstümliche Hirtenmusik. Den Schrecken der Hirten besänftigen die Engel im Choral „Brich an, o schönes Morgenlicht“. Kunstvoll geschliffen war die Gestaltung der Tenorarie „Frohe Hirten, eilt, ach eilet“ mit ihren hochvirtuosen Koloraturen, die Marcus Ullmann schwerelos präsentierte.

Der feine Sopran Doris Döllingers - sie ist aus vielen Aufführungen der Camerata und der Capella Carolina den Konzertbesuchern vertraut - beeindruckt immer wieder durch die Leichtigkeit in großen Höhen, durch die Geschmeidigkeit der Stimme, durch die Feinabstufungen in Dynamik und Klang, je nach Aussage des musikalischen Werkes, so auch in den Rezitativen und in der Arie „Nur ein Wink von seinen Händen“. Jubilierende Engelsscharen, die Choristen der Camerata, glänzten im Chorsatz „Ehre sei Gott in der Höhe“. Im Schlusschoral des zweiten Teils „Wir singen dir in deinem Heer“ stehen sich nicht mehr himmlische und irdische Musik gegenüber, sondern sie vereint sich zum Lob, Preis und zur Ehre Gottes. Die Zuhörer waren fasziniert von der farbenreichen, differenzierten Gestaltung der Chorteile und der technischen Perfektion, die Franz Wassermann mit seinem Kammerchor dem Publikum darbot.

Im fünften und sechsten Teil des Oratoriums steht der Besuch der Weisen aus dem Morgenland im Mittelpunkt des Geschehens. Das strahlende Licht des neugeborenen Königs vermittelte die Camerata eindrücklich im lebhaften Eingangschor „Ehre sei dir, Gott, gesungen“. Leicht und beschwingt, weich im Klang, federnd im Rhythmus, präzise in den Einsätzen, in den Höhen brillierend, so kennen die Konzertbesucher die Camerata, und so sang sie auch an diesem Abend wieder.

Die Dramatik erreichte im Rezitativ der Altistin ihren Höhepunkt, als die Streicher das Zittern vor der Grausamkeit des Herodes in aufgeregtem Tremolo darstellten. Die menschliche Sehnsucht nach dem Erscheinen Gottes in Form eines Dialogs wurde in einem Terzett von Sopran, Alt und Tenor dargebracht, das in seiner überzeugenden Art der Gestaltung jeden Zuhörer bewegte. Während Sopran und Tenor schwermütig um Jesu Kommen baten - immer wieder hörte man den Seufzer „ach“ - spricht aus dem Alt Maria, die Stimme des Glaubens, „Schweigt, er ist schon wirklich hier“. Im Schlusschoral vermittelte der Chor überzeugend und voll Zuversicht den Glauben. Überhaupt die Choräle: jeder war aufs Genaueste in seinen Textbezügen durchleuchtet, und der Chor setzte die Intentionen seines Dirigenten geschmeidig um.

Mit Pauken und Trompeten, wie zu Beginn des ersten Teils des Weihnachtsoratoriums, so eröffnet Bach dessen letzten, den sechsten Teil. Fanfarenklänge stimmen den Kampf gegen die Glaubensfeinde an. Herodes steht stellvertretend für die Feinde der Christenheit, dessen Falschheit und List Doris Döllinger vehement zum Ausdruck brachte. Die Geschenke der Weisen: Gold, Weihrauch und Myrrhe widerspiegeln sich in reicher Harmonik, während der Choral „Ich steh an deiner Krippe hier“ in seiner Demut dagegen steht; warm und klangvoll wurde er vom Chor musiziert. Der Schlusschoral verwandelt nun die selbe Choralmelodie, die am Anfang nachdenklich und verhalten erklang, in einen triumphalen Hymnus von aufschäumendem Jubel, in dem das großartige Trompetenensemble wieder brillierte.

Die unangestrengte, technische und gestalterische Professionalität der stets sensibel reagierenden Ausführenden war beeindruckend und schuf eine außergewöhnliche, grandiose Darbietung des Weihnachtsoratoriums, die Prof. Franz Wassermann mit souveränem Dirigat leitete. Ihre Begeisterung und die Dankbarkeit für dieses großartige Konzert zeigten die Konzertbesucher durch nicht enden wollenden Applaus im fast vollbesetzten „Dom des Angelbachtals“.

geck

Nov - Herr, dir will ich singen in Ewigkeit


Ehrung verdienter Mitglieder des Chors an St. Peter und Paul

In einer Zeit, in der die Interessen vieler Menschen oft darauf ausgerichtet sind zu erfahren, was mir nützt, woran ich „Fun“ habe, wie ich mein Ego aufwerten kann; in dieser Zeit ist es umso erfreulicher, Sängerinnen und Sänger auszeichnen zu können, die seit Jahrzehnten dem kirchlichen Chorgesang verbunden sind und die sich in diese Gemeinschaft einbringen, um zur Freude der Gottesdienstfeiernden das Lob Gottes im Gesang zu verkünden.

Für Verlässlichkeit, Einsatzbereitschaft und Treue zum Chor wurden Frau Helga Gottstein und Frau Anneliese Maier geehrt. Seit fünf Jahrzehnten fühlen sie sich dem Chor an St. Peter und Paul verbunden, um in wöchentlichen Proben Chormusik zu erarbeiten, welche die verschiedenen Phasen des Kirchenjahrs im Gesang interpretiert. Für dieses „Goldene Jubiläum“ wurden den beiden Sängerinnen Helga Gottstein und Anneliese Maier vom Diözesan-Cäcilienverband eine Urkunde überreicht und ein Dankesschreiben des Herrn Erzbischofs. Der Chor an St. Peter und Paul ist stolz, solche Mitglieder zu haben und drückte seine Dankbarkeit mit der Überreichung der Ehrennadel in Gold aus.

Der Dank des Chors gilt ebenso den Damen und dem Herrn, die für 20 Jahre aktives Singen geehrt wurden: Frau Monika Doschko, Frau Jeanette Günther, Frau Christa Roth und Herrn Reiner Stier und ganz besonders Frau Mechthild Vogel, die sich seit 25 Jahren dem Chorgesang verpflichtet weiß und sich gerne in diese Gemeinschaft einbringt. Auch ihr dankte der Diözesan-Cäcilienverband mit einer Urkunde für ihre Treue, Kirchenmusik mitzugestalten.

Der Chor an St. Peter und Paul unter der Leitung von Prof. Franz Wassermann und der „Rainbow-Chor“ von Frau Blatz-Braun sangen im einleitenden Gottesdienst, zelebriert von Pfr. Joachim Viedt, zu Ehren der hl. Cäcilia, der Patronin der Kirchenmusik, und zur Freude aller Mitfeiernden. Doch, Freude in jeglicher Form ist nichts ohne Liebe. Diese Gedanken nach 1 Kor. 13 setzte Markus Pytlik in Melodien um, die der Chor rhythmisch genau und sensibel in den Lautstärken sang. Der Komponist Audrey Snyder gab dem altbekannten Text „Wo die Liebe wohnt, da ist Gott“ eine neue Form in der Gestaltung und im Ausdruck: die Abwärtsbewegungen in den einzelnen Stimmen zeigen verständlich: Gott ist die Liebe, die zu den Menschen herabsteigt. „Selig sind, die Verfolgung leiden“ aus dem „Evangelimann“ wurde gemeinsam musiziert mit dem feinfühlig interpretierenden Tenor Anton Rettenmayr, dem Rainbow- Chor und dem Chor an St. Peter und Paul. Was die Besucher des „Wiegenlieder-Konzerts“ tief berührte war das „Abendgebet“ aus der Oper „Hänsel und Gretel“: Abends, wenn ich schlafen geh. Dieses Gebet, in dem sich die verängstigten Kinder voll Vertrauen dem Schutz der Engel übergeben, sangen die fünfzehn Rainbow-Kinder mit innerer Anteilnahme ebenso wie den Kanon zum Agnus Dei.

Applaus für alle Mitwirkenden im Gottesdienst; an diesem Abend aber ganz besonders für die Geehrten. Den Dank und die Freude der Gottesdienstbesucher zeigte sich im immer wieder einsetzenden Beifall, den sie den Sängerinnen und Sängern für die Verdienste im Chor, in der Gemeinde und für die Gemeinde spendeten, ehe Prof. Wassermann an der Orgel gemeinsam mit den Chormitgliedern in den freudigen Jubelgesang „Preiset froh den König“ nach Henry Purcells „Trumpet Voluntary“ einstimmten.

(geck)

Jun - Freiheit, Hoffnung, Friede


Ein preisgekrönter Chor sang sich in die Herzen der Konzertbesucher

Das Vokalensemble Dattenhausen (Bayern) gestaltete ein Konzert in der Reihe der von Prof. Franz Wassermann initiierten und organisierten ”Rauenberger Abendmusiken“ im ”Dom des Angelbachtals“. Der Chor, mit Diplomen bei Internationalen Chorwettbewerben ausgezeichnet, präsentierte unter der Leitung seines Dirigenten Josef Gschwind, dem Bundeschorleiter des Chorverbandes Bayrisch-Schwaben, äußerst sensibel verschiedenartige Chorliteratur, die weit über die Grenzen Europas hinausführte und die Sehnsüchte der Menschen weltweit widerspiegelte. Kompositionen aus drei Jahrhunderten, Werke aus Afrika, aus Nord- und Südamerika, aus Nordeuropa und Russland wurden von den Sängerinnen und Sängern in der dem jeweiligen Land eigenen Ausdrucksweise und Klangfarbe wiedergegeben, um in Wiegen- und Abendliedern am Ende des Programms in Deutschland anzukommen.

Mit einer stimmungsvollen indianischen Volksweise ”Evening Rise Spirit Come“ wurde der Konzertabend eingeleitet. Das Ensemble aus Dattenhausen verstand es vorzüglich, die Konzertbesucher in die fröhliche, aber auch sehnsuchtsvolle Weise miteinzubeziehen. Im christlichen Sinne ist es der Schöpfungsgedanke, der hier angesprochen wird, in der Naturspiritualität der Indianer kommt der Geist, wenn sich der Abend erhebt. Profunde Bässe standen im Kontrast zu den fein aufeinander abgestimmten Frauenstimmen. Die Zuhörer konnten sichtbar und hörbar am Rhythmus der Natur teilhaben.

”Senzeni Na - Was haben wir getan“ ist ein südafrikanischer Hymnus, der sowohl in Gottesdiensten als auch bei Demonstrationen gesungen wurde und die Hoffnung auf Befreiung von der Apartheid ausdrückt. Die sehr einfühlsame Interpretation des Chors und seines Dirigenten als Solist, verhalten fragend und wieder fordernd im Wechsel des Klangs, hinterließ bei den Konzertbesuchern schon das erste Mal ”Gänsehautfeeling“. Mit dem Spiritual ”Nobody Knows“ zauberte Prof. Franz Wassermann ein Lächeln auf die Gesichter der Zuhörer, die vergnügt ungewöhnlichen Klängen und Rhythmen der Orgel lauschten. Mit großem Können und mit feinem Gespür für die jeweilige Komposition entlockte er auch in den Orgelwerken ”Melody“, dem keck verschmitzten ”Le Coucou“ und dem verinnerlichten Gebet ”Prière à Notre Dame“ seinem Instrument eine Vielfalt an Klangfarben.


Der Song ”Ukuthula“ aus Südafrika beinhaltet die Bitte um Frieden inmitten der Alltagshektik und um den Frieden, der die Menschen verbindet: verschiedene Gesten heben die Glaubens- und Hoffnungsaussagen hervor. Ebenfalls aus Afrika stammend, hoch dramatisch ist der Song ”Indodana“. Die Dramatik liegt nicht nur im Text: Gottes Sohn lebte unter uns und wurde gekreuzigt, sondern auch in der Ausführung und Gestaltung dieses Liedes, das sich komplex im Rhythmus und gesanglich bis zur Neunstimmigkeit entwickelt - eine beeindruckende Wiedergabe voll Spannung und Verve.

Schwebende Klänge über exakter Rhythmik, skandierend einerseits, Legatopassagen andererseits, im Wechsel zwischen Frauen- und Männerstimmen, so interpretierte das Chorensemble aus Dattenhausen den Song ”To the Mothers in Brazil: Salve Regina“. Verhalten, sich mächtig steigernd im Halleluja, um am Ende im Pianissimo in die Höhe des Gotteshauses zu entschweben.

Die tiefe Frömmigkeit der russischen Seele und die große Verehrung der Gottesmutter, erspürten die Zuhörer, als der Chor die Komposition ”Bogorod“ von Rachmaninow als einen sensibel verwobenen Klangteppich gestaltete. äußerst anspruchsvoll in Rhythmik und in Tonalität das ”Ave Maris Stella“ des Norwegers Kverno, welches das Ensemble in bewundernswerter Souveränität präsentierte. Beeindruckend ist die Doppelchörigkeit im ersten Teil des Werkes, während im Mittelteil der ”Sprechgesang“ der Männer hervorstach, über dem die Frauenstimmen ruhten wie die Sonne über aufgeregtem Wellenspiel.

Ein Ohrwurm ist das Taizé-Lied ”Ubi caritas“. Es wurde in einem Arrangement vorgetragen, welches das Wesentliche musikalisch hervorhebt: ”Deus ibi est - da ist Gott.“ Die vier Stimmgruppen setzen nacheinander in einer Abwärtsbewegung ein wie vom Himmel herabkommend. In dem spanischen Wiegenlied aus Venezuela ”Dormite, mi nino“ übernahmen die Bässe die beruhigend wiegende Bewegung, während Frauenstimmen und Tenöre versuchen mit sanften und dennoch beschwörenden Worten das Kind zu beruhigen, für das es ”keine Milch und keinen Brei“ gibt.

Mensch und Natur werden am Ende eines Abends still und suchen den inneren Frieden, indem sie sich in Gottes Hand geben. So auch im überaus beliebten deutschen Abendlied ”Guten Abend, gut´Nacht“ von Brahms, vom Chor in Zartheit und Innigkeit dargeboten ebenso wie ”Der Mond ist aufgegangen“ variierend in den einzelnen Strophen.

Der Chor an St. Peter und Paul Rauenberg war Teil eines sehr interessierten Publikums. Mit seinem Dirigenten, Prof. Franz Wassermann, der das beruhigende und vertrauensvolle ”Bleib bei uns, Herr“ am Klavier begleitete, sang er aufmerksam und diszipliniert, und am Ende des Konzertabends schloss er sich zusammen mit den ”Dattenhausenern“ und ihrem Dirigenten Josef Gschwind für das sechsstimmige ”Abendlied“ von Rheinberger. Die Bitte am Ende des Liedtextes: ”O, bleib bei uns“ wird vom zarten Piano bis ins Fortissimo gesteigert und sinkt dann friedvoll wieder ins Pianissimo zurück. Ein warmer, ausgeglichener Gesamtklang verband die beiden Chöre und begeisterte die Zuhörer. Mit reichem Beifall bedankten sie sich bei den Ausführenden für einen Konzertabend, der noch lange Zeit nachwirken wird.

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Mrz - Rauenberger Abendmusik - Händel! Bach! Cembalo! am 26.3.


Barocke Klänge in all ihrer Schönheit

Wer von den zahlreichen Konzertbesuchern sich auf Feuerwerks- und Wassermusik eingestellt hatte, erlebte an diesem Abend etwas wohltuend Anderes: die feinklingende, einfühlsame und ausdrucksstarke Sprache der Barockmusik in ihrer instrumentalen und vokalen Umsetzung. Das Cembalo, nicht die Orgel war das Tasteninstrument, das den Raum des „Doms im Angelbachtal“ mit dem ihm eigenen Klang beherrschte.

Zu Beginn der ersten Rauenberger Abendmusik 2017 konzertierte Prof. Franz Wassermann am Cembalo mit dem ersten Präludium aus dem „Wohltemperierten Klavier“, einem Werk, das J.S. Bach charmant untertreibend als „besonderen Zeitvertreib“ betitelt hat. Unter seinen instrumentalen Werken hatte es bald durch die bis dahin unerhörte kompositorische Dichte und Vielfalt der Nuancen, die F. Wassermann vorzüglich in farbiger Klangfülle umsetzte, die größte Berühmtheit bei seinen Zeitgenossen und bei den nachfolgenden Musikern erlangt und diese inspiriert; unter ihnen war auch Ch. Gounod , der in dieser Bachschen Komposition eine verborgene Melodie entdeckte und daraus das berühmte „Ave Maria“ gestaltete. Die Sopranistin Annette Blatz-Braun verstand es vorzüglich, diese Melodie sich über die Akkorde des Cembalo schwingen zu lassen, mit weichem Timbre auch in den Höhen, ausklingend verschwebend im Amen.

Professor Wassermann verstand es bestens, mit den Werken dieses Konzertabends die Anwesenden in die Zeit einzubinden, in der sich Barock und beginnende Empfindsamkeit begegnen. „Musik ist für die Epoche des Spätbarock klingendes Abbild der göttlichen harmonischen Ordnung, andererseits entdeckt man nun, dass sie auch das subjektive Gefühl der Menschen evozieren kann“, meinte Professor Wassermann in seiner Einführung, welche den Zuhörern Vieles aus dieser Musik erschloss.

Die Suite Nr. 6 aus den „Französischen Suiten“, ebenfalls von J.S. Bach, die er während seiner Kapellmeisterzeit in Köthen komponiert und seiner Frau Anna Magdalena gewidmet hatte, ist eine Folge von instrumentalen Tanzstücken, die in einer musikalischen Einheit verbunden sind. Franz Wassermann zeigte nicht nur seine glänzende Spieltechnik, sondern ließ die Zuhörer auch teilhaben an den verschieden konzipierten Tanzsätzen in der gleichen Tonart und in einander verwandten Themen und Motiven. Jeder Satz hatte sein besonderes Merkmal: von der elastisch beschwingten „Allemande“ über die kokett und mit Humor vorgetragene „Gavotte“ bis hin zur glitzernden, virtuosen „Gigue“, in der Feuer und Glanz versprüht wurden.

Von G.F. Händel, der im gleichen Jahr wie Bach geboren wurde (1685), wählte Wassermann aus den „Neun Deutschen Arien“ für Solosopran, Violine, Cello und Cembalo drei aus. Die stillen, empfindsamen Texte in deutscher Sprache spiegeln die Geisteshaltung der damaligen Welt wider. Sowohl die Texte als auch Händels Vertonungen stehen charakteristisch an der Wende vom Barock zur ersten Phase der Empfindsamkeit. Der Mensch entdeckt die Spur Gottes in der Schönheit der Natur, in der er sich geborgen fühlt. Er sieht die Natur als Abbild Gottes, als Beweis seiner unendlichen Güte, dem er mit Lob und Preis dankt, einmal heiter-fröhlich, dann innig-kontemplativ. Annette Blatz-Braun gab den ausgewählten Arien ihre je eigene Note und verzauberte mit ihrer wandlungsfähigen, warmen Stimme die Konzertbesucher: “Meine Seele hört im Sehen“ zeichnet ein Bild vom Aufleben der Natur im Frühling; „Süße Stille, sanfte Quelle“, lässt zart wiegend und in sich versunken „ruhige Gelassenheit“ spüren. Ein ganz anderer Händel als der seiner machtvollen Oratorien wurde hier gegenwärtig.

Von dem dritten Großen des Barock in Deutschland, G.F. Telemann, spielten Franz Wassermann und die Geigerin Isabel Steinbach die „Sonata in E-Dur“, ein Werk, das für Kammermusik in intimem Rahmen bestimmt ist. Auf je einen nachdenklich-zurückhaltenden Satz folgen Sätze von burlesker, überbordender Fröhlichkeit, und die Künstler genossen offenkundig die Spielfreude des Werks.

Die „Passacaglia“ J. Halvorsens, eines norwegischen Komponisten der Romantik, - auf einem Suitensatz G.F. Händels basierend - ist ein virtuoses Stück für Violine und Viola. Die tänzerischen Rhythmen eines spanischen „Straßentanzes“ sind kurz und präzise. Mit Leidenschaft und Freude spielten I. Steinbach, Violine, und R. Steinbach, Viola, dieses Werk, das souveräne Beherrschung der Instrumente voraussetzt: rhythmisch exakt, gleichwertig in der Stimmführung, Freiraum lassend für das je andere Instrument, nicht überdeckend sondern ergänzend, genau und voller Spannung, sowohl in den Pizzicati als auch in den Doppelgriffen, so interpretierten die beiden Instrumentalsolistinnen dieses virtuose Glanzstück. Das Publikum war begeistert, und spontan brach Applaus los.

Werke von J.S. Bach eröffneten das abendliche Konzert, Choräle aus seinen Kantaten 100 und 147 standen – fast – am Ende. Der Kleine Chor „Allegro“ überzeugte mit dem Choral „Was Gott tut, das ist wohlgetan“ die Zuhörer von dem Vertrauen in Gott, das Bach im Laufe seines Lebens immer wieder in der Musik zum Ausdruck brachte. „Wohl mir, dass ich Jesum habe“, sang der Chor an St. Peter und Paul, Rauenberg. In feingliedriger Präzision bewiesen die beiden Chöre klangvoll, dass auch Choräle Kunstwerke sind, deren Gestaltung intensive Musikalität erfordert. Und in der Begleitung des Instrumentalensembles von Flöte (A. Metzger), Violinen, Cello (Maria Moreta), Cembalo und Monika Gradl am Kontrabass entfalteten sich diese Choräle zu kleinen Konzerten. Der neue Dirigentenstellvertreter der Chöre von St. Peter und Paul, Vinzenz Gottlieb, hatte hier seine erfolgreiche „Premiere“.

Ein besonderer Leckerbissen erwartete die Besucher im „Dom des Angelbachtals“ am Ende des Konzerts: ein Stück wurde angekündigt als Überraschung aus dem 18. Jahrhundert, und die Zuhörer sollten das Rätsel lösen. Die Instrumentalgruppe musizierte warm und sensibel zum Solo von Annette Blatz-Braun, die mit ihrem ebenso anspruchsvollen wie anrührenden Part ein weiteres Mal die Zuhörer verzauberte. Niemand aus dem Publikum hatte das Rätsel zu lösen gewusst: es war eine Arie aus „Zaide“, einem kaum bekannten Opernfragment Mozarts.

Professor Wassermann, der virtuos solistisch und begleitend am Cembalo musizierte, hatte mit dieser Überraschung und in der sorgfältigen Auswahl der Kompositionen den Abend zu einem besonderen Konzerterlebnis werden lassen. Die Zuhörenden dankten ihm, den Solisten und den Chören mit großem, lang anhaltendem Applaus.

geck



Feb - Bericht für die Presse - Fasching


Kirchenchor-Fassenacht – ein Highlight in Rauenberg

Der Fastnachtssamstag gehört seit Jahren der Rauenberger Kirchenchor-Fastnacht. In der bunten Vielfalt seiner Akteure und mit einem wirklich tollen Programm ein richtiges „Genussmittel“ für seine Besucher.
Die Fastnachtsmeisterin Heike Gottstein hatte wieder ein Superprogramm auf die Beine gestellt, der Pfarrsaal war von den routinierten Saalschmückern unter Mithilfe der KJG aufs Tollste geschmückt, die anwesenden Gäste kamen anscheinend aus allen Kontinenten, wie man an ihren phantastischen Kostümen erkennen konnte, und die Vorsitzende Christel Wagner und ihre Assistentin Helga Gottstein hatten keine Mühe, die zahlreichen Gäste auf das herzlichste zu begrüßen. Mit besonderer Freude und ehrlichem Stolz begrüßten sie auch die diesjährige Rauenberger Fastnachtsprinzessin Lisa I. aus dem Hause Brand, die dem Kirchenchor seit vielen Jahren über ihren Opa Paul Rachel verbunden ist.

Christel Wagner fungierte auch als Sitzungspräsidentin und leitete gleich über in das mit lauter Höhepunkten vollgepackte Programm und konnte als ersten Programmpunkt die „Museums-Singers vom Rauenberger Winzermuseum“ ansagen. Wolfgang Rössler und seine Truppe mit Conny Rössler, Renate Rössler, Renate Schneider und Mechthild Vogel und als musikalischer Leiter Gerd Sautner an der Gitarre. Die schon ausgefuchsten Fastnachter brachten in diesem Jahr mit ihren gekonnt vorgetragenen Moritaten die richtige Stimmung auf und schon war eine Saalrakete fällig und nur mit der Zusage, dass sie noch mal was draufhatten, durften die Bänkelsänger die Bühne verlassen. Wolfgang Rössler, seit Jahren ein Büttenass, in diesem Jahr als aufmerksamer Zeitungsleser, brachte einen Knüller nach dem anderen und damit das gut gelaunte Publikum zum Lachen. Auch er wurde mit einer Saalrakete und dem wunderschönen Fastnachtsorden „Die Orgelmaus“ von Heike Gottstein und ihrem Team, wie in jedem Jahr selbstgebastelt und deshalb einmalig, verabschiedet. Wie versprochen kamen nochmals die Museum-Singers mit weiteren Moritaten vom Naturschützer, vom Frosch und vom Hunde-Gassie-Geher auf die Bühne und heizten die tolle Stimmung immer weiter an.
Tanz und Schunkelrunden von unserem Musiker Karlheinz Beichert passten spitzgenau zum lustigen Publikum und brachten auch die ganz Sitzfesten auf die Beine.
Ein weiteres Büttenass hatte sich angesagt, unsere Sängerin im Bass, an und für sich schon was Besonderes, brachte als Adlatus des Chorleiters, dessen ausgefeilte Technik und Stimmbildung, seine hohen Ansprüche bei den technisch-sportlichen Aufwärmübungen vor dem eigentlichen Singen, ließen das Zwerchfell der Zuhörer erschüttern. Unser Blümchen, wie sie bei uns im Chor liebevoll genannt wird, wurde für diese Spitzenleistung mit einer Saalrakete und einem dreifach-donnernden Rauberg-Ralau verabschiedet.
Ganz spontan hatte sich unsere frühere Chorsängerin Susanne Reißfelder, aus dem fernen Hunsrück mit Mann und Maus anreist, die auf jedem Kerwewagen des Kirchenchors sitzt und auch bei keiner Kirchenchorfastnacht fehlt, entschlossen, als Frau mit einem besonderen Job in die Bütt zu steigen und die heutigen Probleme aus dem Blickfeld der Lehrerin mit Mädchen in der Pubertät zu beleuchten. Dass man vieles nur mit Humor ertragen kann, machte uns Susanne deutlich und dufte dafür auch den Beifall des ganzen Publikums im Saal und den verdienten Orden des Kirchenchors entgegennehmen.

Der nächste Programmpunkt war einfach wieder ein Glanzpunkt. Hilde Filsinger hatte auch in diesem Jahr wieder die tolle Idee, eine Tanzgruppe aus Frauen der KfD und des Kirchenchors zusammen zu stellen und sowohl mit Tanz und Musik als auch mit dem entsprechenden Outfit das begeisterte Publikum in den Bann zu schlagen. Hula-Mädchen aus der fernen Karibik mit ausgeprägtem Hüftschwung und Hawaiianischer Musik benebelten die Sinne der anwesenden Männer. Ohne Zugabe durfte diese Gruppe natürlich auch nicht abtreten und mit einer Saalrakete verabschiedeten sich die erregenden Südsee-Insulanerinnen Hilde Filsinger, Diana Grass, Julia Kloe, Renate Schneider, Barbara Steidel und Ursel Zachmann.

Immer mal wieder bei der Choresfastnacht dabei ist Christa Albrecht mit einer Büttenrede. Und dieses Mal berichtete sie von ihrer Reiselust und was man da so alles erlebt. Ein Scheich bot ihr für jedes Kilo, das sie auf die Waage stellt, ein Kamel an, aber sie ließ sich nicht in seinen Harem locken. Dafür bekam Christa von uns ein dreifaches Rauberg-Ralau und eine Saalrakete. Aber dann ließ sie die Katze aus dem Sack: Christa feierte am Tag der Kirchenchorfastnacht einen runden Geburtstag und überraschte uns Choresfastnachter mit der Einladung zum Umtrunk auf ihr Wohl!

Jetzt kam eine Büttenrede mit Helmut Grohmann an die Reihe. Helmut ist seit Jahren ein fester Programmpunkt unserer Chorfastnacht und hatte auch in diesem Jahr als aufmerksamer Bass-Sänger in der Chorprobe, der wöchentlich über das Gebirge aus Rettigheim nach Rauenberg zur Singstunde kommt, ständig die Lacher auf seiner Seite. Und jede Pointe saß und auch Helmut wurde mit dem dreifachen Rauberg-Ralau-Ruf belohnt.


Je später der Abend um so schöner die Gäste, nach diesem bekannten Wahlspruch kam unser Chorleiter mit seiner Frau nach einer vorausgegangenen Verpflichtung zu später Stunde noch zu uns zum Kirchenchor und stieg auch gleich noch in die Bütt, mit einer gekonnt vorgetragenen Abwandlung über Goethes Erlkönig. Und das Fazit aus der modernisierten Fassung war, dass der Erlkönig heutzutage nicht mehr mit dem Pferd bei Nacht und Wind reiten, sondern mit einem Feuerstuhl und heißen Reifen dahinbrettern würde. Das war so toll und gekonnt gemacht, dass unser Franz Wassermann von der Sitzungspräsidentin dafür natürlich auch mit dem schönen Orgelmausorden belohnt und mit einem dreifach kräftigen Rauberg-Ralau verabschiedet wurde.

Nochmals mussten Wolfgang und Gerd als Museumssänger auf die Bühne. Denn ohne den Hit „Isch de Gerd do“ durften sie heute einfach nicht abgehen.

Eine solch gut organisierte und deshalb auch gut gelungene Fastnachtssitzung kommt nur deshalb beim Publikum so gut an, weil Viele mit dazu beitragen. Dafür erhielten bei der Ordensverleihung, außer den Aktiven des Abends, auch die lauten und die stillen Helfer vor und hinter der Bühne, die Bedienungen, die Thekenbesatzung und das Küchenpersonal, die Ordensbastler, Fotografen, der Maler Kleksel und, und, und, den Fastnachtsorden 2017 und den Dank der Sitzungspräsidentin und des ganzen Publikums.

Alle Aktiven wurden nochmals auf die Bühne gebeten und mit viel Beifall und Rauberg-Ralau und Saalraketen wurde das offizielle Programm der Fastnacht 2017 beendet und unser Musiker Karlheinz lud uns mit schmissigen Klängen zum „Tanze mit mir in den Morgen“ ein, was aber dann nur bis spät nach Mitternacht dauerte.

-wa-

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Jan - Bericht zur Chorversammlung am 23.1.



Am 23.1. traf sich der Rauenberger Kirchenchor zur alljährlichen Chorversammlung. Die Vorsitzende Christel Wagner begrüßte die anwesenden aktiven, passiven und Ehrenmitglieder, unseren Präses Pfarrer Viedt und die Gäste, darunter den Rauenberger Bürgermeister Peter Seithel und die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Roswitha Schöttler. Dann gedachte die Versammlung der verstorbenen Ehrenmitglieder: Alex Kurz, Maria Hess, Hirlanda Klefenz, und aus den aktiven Reihen Ilse Zachmann. Zum Gedenken erhoben sich die Anwesenden zu einer Schweigeminute von ihren Plätzen. Pfarrer Viedt las einen Begräbnispsalm.

Es folgten die Berichte der Schriftführerin Annemarie Hillenbrand und der Kassiererin Renate Rössler. Großes Lob gab es von der Vorsitzenden und den Kassenprüfern für das umsichtige und ordnungsgemäße Wirtschaften. Diese beantragten die Entlastung der Kassiererin, die von der Versammlung einstimmig ausgesprochen wurde. Auch den Kassenprüfern gilt der Dank, sie stellten sich wieder zur Wahl und konnten für ein weiteres Jahr einstimmig gewählt werden.

Es folgte der Bericht der Vorsitzenden Christel Wagner. Sie dankte dem Chorleiter Prof. Franz Wassermann und dem Schirmherrn der Abendmusiken, Herrn Bürgermeister Peter Seithel. Zahlreiche Sängerinnen und Sänger wurden für besonderen Einsatz geehrt, allen voran Vizechorleiter Rudi Menges, der bisher unermüdlich die Einsätze bei Beerdigungen geleitet hatte. Er kündigte an, diese Aufgabe aus Altersgründen abzugeben. Nachfolger wird ab Februar Vinzenz Gottlieb.

Professor Wassermann dankte dem Präses, dem Bürgermeister und ausgewählten Aktiven für die gute Zusammenarbeit. Er betonte die Notwendigkeit, Neues zu wagen bei der Gestaltung der Gottesdienste, der Kooperation mit anderen Chören und der Erweiterung unserer Alleinstellungsmerkmale. Anschließend stellte er die Termine des neuen Jahres vor.

Der Präses Pfarrer Viedt dankte dem leistungsfähigen Chor, wies aber auch auf anstehende Schwierigkeiten hin. Diese liegen im Bereich des Priestermangels und daraus resultierender Knappheit an heiligen Messen. Orchestermessen könne es nicht mehr an jedem Festtag geben und man müsse neue Wege finden, beispielsweise im Bereich Wortgottesdienst. Er schloss mit der Feststellung: „Benedikt ist an der Barmherzigkeit Gottes niemals verzweifelt. Tun wir es ihm gleich.“

Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderats, Roswitha Schöttler, beantragte die Entlastung der Vorstandschaft und konnte diese nach Abstimmung einstimmig vornehmen. Anschließend dankte Bürgermeister Seithel für die Dienste am liturgischen und kulturellen Geschehen der Stadt Rauenberg. Darauf folgten verschiedene Ansagen und Überlegungen zur weiteren Planung. Vertagt wurde die Neubesetzung des Postens der Notenwartin, nachdem Lotte Honeck das Amt nach über 20 Jahren ununterbrochener Tätigkeit abgegeben hatte.
Danach klang die Versammlung mit Speis, Trank und Gemütlichkeit aus.




2016

Nov - Bericht zum Cäcilienfest


Gott zur Ehre, den Menschen zur Freude

So gestaltet der Chor an St. Peter und Paul, Rauenberg, unter der Leitung seines Dirigenten Prof. Franz Wassermann zahlreiche Gottesdienste während des Kirchenjahres mit, mehrfach mit Solisten und Orchester; auch die Konzerte der Reihe „Rauenberger Abendmusik“ unterstreichen dies auf vielfältige Weise. Zu Ehren der Patronin der Kirchenmusik, der hl. Cäcilia, bereichert der Chor seit Jahren den Gottesdienst dieses Tages mit festlicher Musik.

Dieses Jahr eröffnete der Chor die Messe mit einem fröhlich schwungvollen Anthem von Henry Purcell „Für das Heil, Herr, aller Völker“. Ein romantisches Gegenbild dazu war der 23. Psalm von Bernhard Klein: „Der Herr ist mein Hirt“: wieder federnd leicht, sehr fein und zugleich ausdrucksstark gestaltete der Chor diesen Text des tröstlichen Gottvertrauens. Der musikalische Höhepunkt des Gottesdienstes war das wohl bekannteste Stück aus der Oper „Der Evangelimann“ von Wilhelm Kienzl „Selig sind, die Verfolgung leiden“. Die Kinder verschiedener Altersgruppen aus dem Rainbow-Kinderchor unter der Leitung von Annette Blatz-Braun, die auch das Dirigat übernahm, während Franz Wassermann an der Orgel begleitete. Als Tenorsolist brillierte mit strahlender Höhe Simon Schimmack. Der Zusammenklang von Solist, fein und sicher singendem Kinderchor, satt grundierendem Chor und Orgel war ein tief beeindruckendes und anrührendes Erlebnis.

Gegen Ende des Gottesdienstes, den Pfarrer Viedt zelebrierte, erklang das sechsstimmige „Bleib bei uns, denn es will Abend werden“ von J. Rheinberger. Innig flehend, vom Piano zum Fortissimo sich steigernd, um am Ende im Pianissimo zu verschweben. Das Dirigat hatte diesmal Vinzenz Gottlieb, den Orgelpart wieder Franz Wassermann, der auch die Sopran-Arie „Ich weiß, dass mein Erlöser lebet“ aus dem Oratorium „Der Messias“ von G. F. Händel sensibel begleitete. Annette Blatz-Braun gestaltete in dieser Arie den Glauben an den Auferstandenen weich und sanft im Klang, strahlend und expressiv in den Höhen, und ließ die weiten Melodiebögen ruhig ausschwingen.

Am Ende dieses durch seine Vielfalt und musikalischen Reichtum beeindruckenden Gottesdienstes wurden, wie in jedem Jahr, Sängerinnen und Sänger geehrt, die über viele Jahre im Chor an St. Peter und Paul singen. Die Vorsitzende Christel Wagner begrüßte die Gottesdienstbesucher mit dem Psalmtext „Lobet den Herrn meine Seele und seinen heiligen Namen.“ Dieses Lob Gottes zum Ausdruck zu bringen und Zeugnis abzulegen für das, wofür der Glaube steht, dazu haben sich die Sängerinnen und Sänger mit Freude verpflichtet. Sie dankte allen für die überaus schöne Gestaltung des Gottesdienstes und sagte ein herzliches Dankeschön all denen, die an diesem Abend mit Blumen und einem Präsent geehrt wurden für ihr mehrjähriges Singen im Chor und für das vielfältige Engagement zum Wohle des Chors und der Gemeinde: für 10 Jahre Frau Walburga Bohr, Frau Margarete Funkert, Frau Roswitha Klokow und Herr Alfons Göbel. Frau Julia Kloe wurde, obwohl sie vielen anderweitigen Verpflichtungen nachzukommen hat, für 30 Jahre Chorgesang und vorbildlichen Probenbesuch geehrt. Frau Christel Wagner bat den Präses des Chors, Herrn Pfarrer Viedt, die Ehrungen vorzunehmen. Ein von Herzen kommendes Dankeschön galt der Vorsitzenden Christel Wagner selbst, die seit 60 Jahren im Chor an St. Peter und Paul singt und seit 35 Jahren in vorbildlicher und umsichtiger Weise als Vorstand die Geschicke des Chors lenkt. Ihre ausgleichende, herzliche Art spricht für ihre Beliebtheit im Chor und in der Pfarrei, in der sie in zahlreichen Gremien tätig ist, wie auch in der politischen Gemeinde. Die Pfarrgemeinderatsvorsitzende Roswitha Schöttler bedankte sich im Namen der Pfarrgemeinde herzlich bei ihr. Den Dank brachten die Anwesenden im „Dom des Angelbachtals“ sowohl den Geehrten als auch den Ausführenden des Gottesdienstes mit großem Applaus zum Ausdruck, getoppt von Franz Wassermanns mächtigem Orgelnachspiel „Trumpet Voluntary“. (geck)



Sep - Vier Jahrhunderte - drei Chöre: Ein Konzert der Extraklasse


Vier Jahrhunderte - drei Chöre: Ein Konzert der Extraklasse

Musik verbindet Menschen mit Freude an ihr; Musik verbindet Menschen über Grenzen hinaus; Musik lässt Menschen zu Freunden werden, auch wenn sie nicht die gleiche Sprache sprechen.

So erfuhren es auch die Zuhörer am vergangenen Sonntag im Konzert der Reihe „Rauenberger Abendmusik“. Zwei Chöre aus Kaunas (Litauen) sangen zusammen mit dem Rauenberger Chor an St. Peter und Paul Werke von Komponisten aus ganz Europa vom 16. bis ins 20. Jahrhundert.

Der Schirmherr der Rauenberger Abendmusiken, Bürgermeister Seithel, begrüßte die Gäste aus Litauen und die große Zahl der Konzertbesucher. Er freute sich, dass das Miteinander von Menschen und Völkern durch die Sprache der Musik erfolgt; die Vielfalt der Kompositionen bereichert – dank den weltweiten Beziehungen von Prof. Franz Wassermann – das kulturelle und kirchliche Leben in Rauenberg und eröffnet Einblicke in und Verständnis für die Kultur anderer Völker.

Musik hatte und hat in den baltischen Ländern einen hohen Stellenwert, so Prof. Wassermann in seiner Einführung. Singen sei für die Menschen aus dem Baltikum keine Nebensache, sondern sei zentral wichtig: Im Gesang bewahrten sie ihre nationale und kulturelle Indentität und ihren Glauben trotz der Unterdrückung unter der Zarenherrschaft und später durch die sowjetischen Herrscher.

Das Programm bot Musik in faszinierender Vielfalt und mit vielen klangvollen Entdeckungen in vorwiegend zeitgenössischen Chorkompositionen. Mit dem „Jubilate Deo“ des Ungarn L. Halmos eröffnete der Chor „Diemedis“ unter der Leitung seines ausgezeichneten Dirigenten Audrius Petrauskas den Konzertabend und ließ die Zuhörer teilhaben an den frisch bewegten, auf Nuancen achtenden Stimmen sowohl im Frauen- als auch im Männerpart. Ein wenig Gänsehaut stellte sich ein im „Pater noster“ von P. Andriuskevicius ein, wenn man sich an die Leidensgeschichte seines litauischen Vaterlandes erinnert. Von da ging es zu dem Flamen J. Arcadelt, der im Frühbarock sein „Ave Maria“ schrieb. Der Dirigent Petrauskas verstand es vorzüglich, die Zuhörer in „alte“ ebenso wie in „neue“ Klänge einzubinden. Im nachfolgenden “Ubi caritas“ des jungen norwegischen Komponisten O. Gjeilo sang der Chor tonrein auch in „neuen“ Harmonien. Die Zuversicht ihres Volkes in den „guten Hirten“, der für seine Schafe sorgt, zeigte sich im Chorwerk der Litauerin Z. Bružaitė. In überzeugender Weise brachte der Chor das Fühlen und Denken des Volkes zum Ausdruck; so empfanden es die Zuhörer mit, Musik ist eine universale Sprache.

Nun betrat der Kathedralchor „Te Deum“ in roten, mit Gold verzierten Gewändern, Mönchskutten nachempfunden, die Stufen zum Altar. Neun Frauen und vier Männer eröffneten mit „O magnum Mysterium“ des spanischen Barockkomponisten Vittoria den zweiten Teil des Konzertabends. Homogen im Klang, die großen Melodiebögen zeichnend, differenziert und diszipliniert, so zeigte sich der preisgekrönte Chor mit seinem Dirigenten Petrauskas. Nach der modernen, herben Komposition „Miserere mei“ des Letten R. Dubra folgte ein Marienlied aus dem 17. Jahrhundert des Ungarn C. di Hollosy „O dulcis Virgo Maria“. Feinfühlig im Aufeinanderhören, differenziert in der Dynamik, so endete dieses wunderschöne Chorwerk im verschwebenden Pianissimo. Wieder zurück in die Moderne führte der Chorsatz zur Passion „In monte Oliveti“ von D. Zakaras; im feinsten Pianissimo erklang die Bitte Jesu an seine Jünger, mit ihm zu wachen und zu beten. Spätromatischen Klangzauber entfaltete der Kammerchor im „Ave Maria“ von M. Schneider-Trnavsky; beim „O salutaris ostia“ des wohl angesehensten lebenden Chorkomponisten Litauens, V. Miškinis, erlebten Konzertbesucher etwas Außergewöhnliches: zunächst konventionell sechsstimmig beginnend, schwirrt im Mittelteil, während die Männerstimmen den Text skandieren, der Klang der Frauen wie Engelsscharen darüber. Nicht nur in diesem Chorwerk zeigten sich die geschulten Stimmen in ihrer Ausdruckskunst, Reinheit und Homogenität. So kann man verstehen, dass der Chor „Te Deum“ bei Wettbewerben für Geistliche Musik im In- und Ausland Preise erwarb, ebenso wie der Chor „Diemedis“. Beim dreistimmigen „Mitte manum tuum“ von G. Venislovas nun begleitete die Chormeisterin Vita Paleckiené am Klavier diese geistliche Motette, in einem differenziert eigenen Part, wodurch die Homogenität der Chorstimmen noch deutlicher wurde.

Danach traten die beiden Chöre „Te Deum“ und „Diemedis“ gemeinsam auf und setzten weitere Glanzpunkte. Rhythmisch präzise, einheitlich im Klang, differenziert in den Lautstärken und Tempi, so sangen sich die beiden Chöre gemeinsam in die Herzen der Zuhörer. Begleitet wurden sie virtuos und einfühlsam von Prof. Wassermann am Klavier. Im „Benedictus“ des belgischen Zeitgenossen J. De Haan wölbte sich die Klangfülle aus zu einem großen Finale. Ausdrucksvoll, von großer Intensität ist die Komposition „Dona nobis“ von M. L. Lightfoot, in der die Frauenstimmen verhalten beginnen, um dann von den Männerstimmen mit der Bitte um Frieden in eindringlicher Weise unterstützt zu werden. Wie sehr Maria vom litauischen Volk in unterschiedlichen Bildern und Gebeten verehrt wird, spiegelte sich in der Zahl der Motetten wieder, die ihr im Verlauf des Konzertes zugedacht waren. Mit „Salve mundi Domina - Sei gegrüßt, Herrscherin“ von J. Granier, einem eindrucksvollen, sowohl rhythmisch als auch tonmalerisch anspruchsvollen Chorwerk, endete in sattem Fortissimo der dritte Teil des Konzerts. Brausenden Applaus gab es für diese begeisternden Leistungen.

Schließlich gesellte sich der Chor an St. Peter und Paul zu den litauischen Sängern, und mehr als hundert Singende füllten den „Dom des Angelbachtals“ mit gewaltig aufrauschendem Klang. Auf Rheinbergs „Abendlied“ folgte ein Juwel der Chormusik, Mozarts „Ave verum“; den Schluss des Konzerts bildete eine moderne Komposition des Franzosen Cl. Frayssée „Ich lobe meinen Gott“. Die beiden Dirigenten, A. Petrauskas und Prof. Wassermann am Klavier, ließen in mitreißendem Swing musizieren, und die Zuhörer stimmten mitsummend und mitklatschend ein, so dass die Chöre nach stehenden Ovationen nicht ohne Wiederholung dieses Werks abgehen durften.

In den litauischen Gästen war Europa mit seiner wunderbaren Vielfalt der Musik nach Rauenberg gekommen, und die Rauenberger Zuhörer wie die von anderswo haben Europa angenommen – ein gutes Zeichen und eine große Hoffnung.

geck

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Foto: Michael Stier



Aug - „Die Orgelmaus“ am 8.8.


„Die Orgelmaus“ am 8. 8. 2016

Etwas verschlafen kam Charly, die Orgelmaus, hinter der Großen Orgel in der Pfarrkirche St. Peter und Paul in Rauenberg hervor, als Professor Franz Wassermann, der Kirchenmusiker der Gemeinde, etwa 30 Kinder aus der Seelsorgeeinheit Letzenberg und aus Wiesloch begrüßt sowie ihnen und ihren Eltern und Großeltern mit einem Orgelstück das prachtvolle Instrument vorgestellt hatte. Die Orgelmaus (hinter der sich niemand anderes als Pfarrer Hafner aus Wiesloch versteckte) stellte dem Organisten so allerhand Fragen, die den Musiker immer wieder beim Weiterspielen störten, ihm aber auch viele Informationen über Orgel und Orgelmusik entlockten. Auch die Kinder waren wissbegierig und hatten kluge Fragen, auf die Prof. Wassermann freundlich und genau einging. Und was bekamen sie nicht alles zu hören: Die Titelmelodie aus der „Sendung mit der Maus“ (Charly war vor Begeisterung ganz aus dem Häuschen) ebenso wie den lustigen „Kuckuck“ eines französischen Barockkomponisten, die gewaltige d-moll-Toccata Bachs und zum Schluss einen fetzigen Swing.

Die Zuhörer waren fasziniert: „Uh, das alles kann die Orgel!“, und eine Überraschung – vor dem Eis in der Rauenberger Eisdiele – wartete auf die Kinder: Jedes erhielt eine gebackene Orgelmaus und ein Diplom von Charly über die Teilnahme an diesem ebenso interessanten wie vergnüglichen Ferienspaß.

Zum dritten Mal schon veranstaltet Prof. Wassermann in Zusammenarbeit mit Pfarrer Hafner und einem engagierten Team einen solch köstlichen Spaß an der Orgel, und der vierte ist für nächstes Jahr schon geplant. Welches Thema er haben wird? Das ist noch ein Geheimnis, aber spannend wird er garantiert.

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Jul - „Summertime“ im Dom des Angelbachtals


„Summertime“ im Dom des Angelbachtals

(geck) Ein richtiger Sommerabend war es, als am Sonntag, 24.07. in der Kirche St. Peter und Paul, Rauenberg, Werke für die ungewöhnliche, aber faszinierende Kombination Orgel und Saxophon erklangen. Zunächst aber erwies Prof. Franz Wassermann der „Königin der Instrumente die Reverenz mit Bachs Präludium Es-Dur, einem festlich prächtigen Stück. Der Organist verstand es vorzüglich, straff punktierte Rhythmen in Verbindung mit der prachtvollen Harmonik herauszuarbeiten und die Majestät des Orgelklangs aufleuchten zu lassen. Seine Virtuosität in genauem Spiel und differenziertem Ausdruck setzten die verschiedenen Einheiten des Werks einander gegenüber; Klarheit, Geschmeidigkeit und Wohllaut machen dieses Werk zu einem Juwel der Tonkunst.

In großem Kontrast zum raumfüllenden, mächtigen Präludium stand das ruhig besinnliche „Air“, ebenfalls von Bach. Es ist der langsame Satz aus der Suite Nr. 3, entstanden um 1730, und gilt als eines der beliebtesten Barockstücke überhaupt; ursprünglich geschrieben für Streichorchester, wurde es in der Verbindung mit dem streichenden Klang des Altsaxophons zu einem neuen Klangerlebnis. Jochen Bauer musizierte mit samtenem Klang, ließ die weit schwingende Melodie in vielfältig gestalteter Dynamik durch den Raum schweben.

Im Winter 1790/91 schrieb Mozart für das Wachsfiguren- und Kuriositätenkabinett des „Monsieur Müller“ mehrere Stücke für so genannte Orgelwalzen, die heute meist auf der Orgel gespielt werden. Für Mozart waren diese Kompositionen sehr „mühselig“, da die Pfeifen des Orgelwerks allzu „kindisch“ klängen. Die sanfte und zugleich verspielte Melodie erinnerte an Papageno und an die Zauberflöte, und die „Flötentöne“ purzelten wie Perlen in den Bewegungen der Tonfolgen herab.

Die „Aria“ von J. Ibert, einem französischen Komponisten des 20. Jahrhunderts, wurde von Jochen Bauer trefflich nachempfunden, sei es in der weichen getragenen Linie, sei es im verhaltenen Aufschwingen der Melodie, sei es in seiner Verspieltheit oder in seiner Melancholie. Gehalten wurde das Spiel von den Rhythmen im Orgelpart, der zum Teil seine selbständige Melodienführung auslebte, aber die Stimme des Saxophons nie erdrückte.

Mit dem „Largo“- für Orgel arrangiert von R. Lloyd - aus Dvořáks Sinfonie „Aus der Neuen Welt“, seinem wohl populärsten Werk, erlebten die Konzertbesucher einen weiteren Höhepunkt des Abends. In diesem bewegenden Trauergesang evozierte der Organist sowohl die schmerzliche Melancholie wie auch tröstliche Ergebung. Prof. Wassermann zeigte auch hier nicht nur sein virtuoses Können am Instrument, sondern auch seine einfühlsame Registrierkunst.

Bizets „Arlesienne−Suiten“ sind ursprünglich geschrieben als Orchesterwerke für eine Tragödie Daudets, in der ein Mädchen aus Arles die Protagonistin ist. Jochen Bauer ließ mit seinem Saxophonspiel die Zuhörer in die Landschaft der Provence eintauchen, in eine Landschaft aus Glanz und Licht, aber auch in eine Welt der Versonnenheit und der Melancholie. Die Stimmung wechselte von jubelnden, sich in die Höhe schwingenden Melodien, um doch wieder einzutauchen in die Düsternis der Trauer. In der „Ouverture“ aus der „Suite Nr. 1“ war der Orgelpart der Teil, der den melodiös aufleuchtenden Part des Saxophons unterlegt war, während im „Le Castelet“ zunächst die Königin der Instrumente die Welt beherrschte, um sich untermalend zurückzunehmen, sobald das Saxophon einsetzte, alle Höhen und Tiefen auslotend.

Die „Meditation“ von P.F. Page, einem amerikanische Komponisten unseres Jahrhunderts, wurde in weichem melodischem Klang, dunkel grundiert an der Orgel wiedergegeben. Ausgewogen und sehr differenziert gestaltete Prof. Wassermann das Werk, das wie ein Kirchenlied in ruhigem Gottvertrauen endet.

In einer Komposition von K. Noack, einem deutschen Komponisten: „La parade des petits lutins“, beliebt und vielerlei Besetzungen gespielt, ließ Wassermann den Schalk aufblitzen und kostete die fröhliche Naivität aus, die in diesem Stück lebt - auch das kann die Orgel.

Ein Konzert an einem Sommerabend mit dem Saxophon als Partnerinstrument: da durfte keineswegs „Summertime“ aus der Oper „Porgy and Bess“ von G. Gershwin fehlen. Es ist ohne Zweifel eines der expressivsten Lieder, die der Komponist geschrieben hat und das von vielen Künstlern interpretiert wurde. Jochen Bauer verzauberte mit seiner Interpretation die Seelen der Zuhörer; er spürte sensibel allen Nuancen der Melodie nach. Sein Spiel wurde auch hier von Franz Wassermann an der Orgel aufmerksam und unaufdringlich begleitet, der damit dem Saxophon alle Freiheit der Entfaltung ermöglichte.

Begeistert von der Virtuosität der Künstler und ihrem wie selbstverständlichen Zusammenspiel dankten die Konzertbesucher in stehenden Ovationen; es ging natürlich nicht ohne Zugabe ab, und die war wieder von Gershwin.

Ein wunderschöner sommerlicher Abend in der Dämmerung war dieses Konzert, in dem ein außerordentlich stimmiges Programm, die − vom Förderverein der Kirche gestiftete - Illumination der Orgel und der zauberische Klang der Instrumente eine beeindruckende Einheit bildeten.



Jun - Rauenberger Abendmusik mit 2 Trompeten und Orgel


Strahlende Klänge
Rauenberger Abendmusik mit 2 Trompeten und Orgel

Was leuchtet noch brillanter als die beliebte Kombination Trompete und Orgel? Zwei Trompeten und Orgel, wie die „Rauenberger Abendmusik“ in der Pfarrkirche St. Peter und Paul eindrucksvoll unter Beweis stellte. Manfred Bockschweiger, Dozent an der Darmstädter Akademie der Tonkunst und Solotrompeter am Staatstheater Darmstadt, und sein Meisterschüler David Lagas – er ist der musikalische Leister des Musikvereins Rauenberg – ließen den Klang ihrer Instrumente strahlen, aufmerksam und spritzig begleitet von Prof. Wassermann an der Orgel.

Vorwiegend barocke Musik war es, die das Trio zusammen musizierte: ein Konzert für zwei Trompeten von Vivaldi eröffnete das Programm, spielerisch und duftig dargeboten, Echowirkungen auskostend und von der unmittelbaren Eingängigkeit, die Vivaldis Musik auszeichnet. Diese Eingängigkeit, doch mit einer deutlichen Portion mehr an Pomp, findet sich auch in Händels „Einzug der Königin von Saba“, und das abschließende Konzert für zwei Trompeten von Manfredini fasste noch einmal zusammen, was dieses Konzert ausmachte: die Spielfreude, die allen drei Konzertierenden anzumerken war und die Aufmerksamkeit aufeinander, mit der sie zusammen musizierten.

Zu einem Werk des französischen Komponisten Eugène Bozza (1905-1991) kamen die beiden Trompeter in den Altarraum der Kirche und präsentierten den dreisätzigen „Dialogue pour 2 trompettes“ mit Pfiff und Grazie. Dieses gemäßigt moderne Werk beeindruckte die Zuhörer sowohl durch die Vielfalt der Klänge – verschiedene Dämpfer veränderten den Instrumentenklang immer wieder neu – als auch durch die feine Darbietung, in der Manfred Bockschweiger ebenso brillant wie unauffällig führte und David Lagas ihm ein angemessener musikalischer Partner war.

Die große Orgel im „Dom des Angelbachtals“ ließ Prof. Franz Wassermann facettenreich erklingen; zunächst als verinnerlichten Kontrast zum leuchtenden Bläserklang im Bachschen Orgelchoral „O Mensch, bewein dein Sünde groß“, dessen reiche Harmonik und expressive Melodieführung er ebenso detailgenau wie sensibel gestaltete. Hochvirtuose Fingerfertigkeit und subtile Registrierkunst bewies er dann in der verspielten Orgelsonate des Frühromantikers Rellstab und im gewaltigen Perpetuum mobile der Toccata c-moll des französischen Spätromantikers Léon Boëllmann.

Das große Publikum spendete stehend langanhaltenden Applaus für dieses mitreißende Konzert, und ohne eine Zugabe des Trios ging es nicht: das …. musizierten die drei wieder mit erfrischender Spielfreude und Brillanz.

Das Konzert hat erneut das hohe Niveau der Rauenberger Abendmusiken bewiesen. Die nächste, am Sonntag, 24. Juli, als „Sommernachtskonzert“ um 21 Uhr, bringt die exquisite Kombination von Saxophon und Orgel mit Werken u. a. von Bizet und Gershwin.

Bericht von Gudrun Linder

Mrz - Rauenberger Abendmusik, Moderne Geistliche Musik zur Passion


Rauenberger Abendmusik
Moderne Geistliche Musik zur Passion

Chor an St. Peter und Paul Rauenberg
Kleiner Chor „Allegro“ des Chors an St. Peter und Paul Rauenberg
Chor Cantomanie, Mannheim
Leitung: Prof. Franz Wassermann


Das Mysterium
In der Reihe „Rauenberger Abendmusik“, die sich im Kulturleben der Stadt Rauenberg seit Jahren fest etabliert hat, fand die erste dieses Jahres am 20. März, dem Palmsonntag, statt. Ausgesuchte Themen und Interpretationen begeistern in ihrer Vielfalt immer wieder die Besucher der Konzerte im „Dom des Angelbachtals“. So auch an diesem Sonntag: ausgewählte Texte, gelesen von Harald Frauenschuh, stimmten jeweils ein auf die Musik; es sangen die „Cantomanie“, der Chor der Medizinischen Fakultät Mannheim der Universität Heidelberg, und das Ensemble „Allegro“, der Kleine Chor an St. Peter und Paul, beide geleitet von Prof. Franz Wassermann.

Mit „Open thou mine Eyes“ von J. Rutter, einem der bedeutendsten und populärsten Komponisten von Chor- und Kirchenmusik der Gegenwart, eröffnete die „Cantomanie“ die abendliche Passionsmusik. Harmonisch und rhythmisch stimmig und zugleich durchsichtig im Chorklang, so präsentierten sich die zwölf Sängerinnen und Sänger mit ihrer Solistin Anne Wuhrer, die mit ihrer ausdrucksstarken, warmen Altstimme Flehen und Hoffnung den Zuhörern nahebrachte.

Einen Großteil der „Musik zur Passion“ nahmen geistliche Chorwerke des 20. Jahrhunderts aus Litauen und Lettland ein, die sich thematisch mit der Leidensgeschichte Jesu auseinandersetzen, während in Spirituals das Leid der afroamerikanischen Negersklaven aufscheint und ihre verzweifelte Hoffnung auf das Land des Friedens im Jenseits – eine ebenso innovative wie in sich stimmige Gegenüberstellung.

Das „Ecce vidimus“ von J. Naujalis stellt den Schmerzensmann vor: vom Unisono, der Einsamkeit des Leidens, ausgehend, sich dann auffächernd zum vierstimmigen Chorklang: wir sind geheilt, weil Jesus unsere Leiden und Schmerzen auf sich nahm. In diesem und in den folgenden Chorwerken zeigte sich die Kraft der baltischen Komponisten und Chöre, ihre nationale Eigenständigkeit und ihren Glauben gegen die unfreiwillige Zugehörigkeit zur Sowjetunion zu bewahren. Völlig konträr und dennoch passend zur Stimmung erklang das Spiritual „My Lord, what a mourning“; die „Cantomanie“ vermittelte den Zuhörern die Betroffenheit und die Schwermut, die sich hier widerspiegeln, intensiv gestaltet mit den Soli von Anne Wuhrer und Matthias Radke (Bass).

Herausforderndes Stakkato im Fortissimo, sowohl im Chor als auch in der Orgelbegleitung, regte im „Jerusalem surge“ (erhebe dich, Jerusalem) zum Nachdenken an: der Erlöser wurde gemordet; dagegen ein verhaltenes Adagio: Trauer und Tränen über die Taten des Unrechts. Auch das anschließende „Christus factus est“, ebenfalls von A. Kacanauskas, zeigte, wie bewusst gestalterisch die „Cantomanie“ Partituren in Erlebnisse umsetzen kann: vom zartesten Pianissimo hin zum Forte, um dann wieder im Pianissimo zu enden. In andere, nicht minder einfühlsame Klangwelten entführte das bekannte Spiritual „Deep River“. Die Sehnsucht nach dem Land, in dem für immer Frieden herrscht, interpretierten die Sängerinnen und Sänger aus Mannheim in ergreifender Weise durch vielgestaltige Dynamik und Agogik.

Jesu Schwermut, Einsamkeit und Traurigkeit drückt der litauische Komponist J. Naujalis in „Tristis est anima mea“ aus: in der versetzten Melodie in den Stimmgruppen, aber auch im fordernden, rhythmisch prägnanten „wachet mit mir!“. Die Empfindung der Einsamkeit im Garten Gethsemane steigert sich und fällt wieder zurück in resignierende Ergebenheit. Fein gestaltend spürte der Mannheimer Chor dieser spannungsvollen Musik nach.

Das a capella vorgetragene „O crux ave“ von R. Dubra aus Lettland wurde besonders beeindruckend interpretiert: Harmonien, unterbrochen von kurzen Disharmonien, wechseln hier; verhaltene Lautstärke, die sich kaum über das Piano hinausbewegt, endet schließlich im dreifachen Pianissimo. Hier bewies die „Cantomanie“ ein weiteres Mal ihre außergewöhnliche Chorkultur. Im Spiritual „Were you there“, im Satz von J. Porter, wechseln Männer- und Frauenstimmen ab in der Frage und vereinigten sich in der Aussage „tremble“ (ich habe Angst). Es ist nicht nur jeder aus dem Chor gefragt: „Warst du dabei, als sie den Herrn kreuzigten?“, sondern auch die Zuhörer dieses Abends und alle Menschen; ein Thema, das in unserer Zeit auf eine andere Art sehr aktuell ist. Zusammen mit der „Cantomanie“ sang der „Allegro“-Chor ein weiteres Spiritual „Steal away“. Beide Gesangsgruppen, zum ersten Mal vereint an diesem Abend, ergänzten sich zu einem harmonischen Gesamtklang, der die Dramatik dieses Liedes für die Konzertbesuchern fühlbar werden ließ.


Die Komposition „Tenebrae factae sunt“ von K. Vasiliauskaite vergegenwärtigt einfühlsam die letzte Stunde Jesu am Kreuz. Die große Spannweite dieser Komposition wusste die „Cantomanie“ adäquat Klang werden zu lassen, vom aufbegehrenden Beginn bis zum still ergebenen Ende. Hoffnung auf die Auferstehung und Hoffnung auf die Erlösung bestimmten von jetzt an das Programm: Das bekannte Spiritual „Swing low, sweet chariot“, in dem die Sehnsucht nach dem Land der Freiheit zum Ausdruck kommt, wurde vom Chor „Allegro“ expressiv gesungen und ließ die Konzertbesucher teilhaben an dieser Sehnsucht. Wieder war Anne Wuhrer die Solistin, die sich groovig auf den schwermütigen Charakter dieser Musik einließ. Monika Gradl am Kontrabass und Prof. Wassermann am Klavier akzentuierten, wie schon in den Spirituals zuvor, die swingende Rhythmik. Die inständige Aufforderung zum Gebet in „It`s me, oh Lord“ brachte die „Cantomanie“ mitreißend zum Klingen, bevor das Programm auf eindrückliche Weise abgeschlossen wurde: beide Chöre sangen gemeinsam das Eingangsstück „Open thou mine Eyes“ in sattem, rauschendem Klang.

Die Minute der Stille nach dem letzten Akkord, um die der spiritus rector des Konzerts, Prof. Wassermann, zu Anfang gebeten hatte, war ein bewegender Dank an die Musik und die Ausführenden; die Konzertbesucher konnten das Gehörte zuerst in sich nachklingen lassen, ehe sie mit lang anhaltendem Applaus die Chöre und Solisten feierten.

Bericht von Gudrun Linder

Jan - Chorversammlung


Vorstand im Amt bestätigt
-190jähriges Jubiläum in Sicht-

Ende Januar fand im Pfarrzentrum die jährliche Chorversammlung des Chors an St.Peter und Paul Rauenberg statt. Zuvor sang der Chor das erste Seelenamt für den im Dezember verstorbenen Aktiven Otto Wagner. Otto Wagner war mit seiner wunderbaren Tenorstimme 45 Jahre aktives Chormitglied; der Vorstandschaft gehörte er 36 Jahre an.

Die Vorsitzende begrüßte die Sängerinnen und Sänger, die anwesenden Ehrenmitglieder und passiven Mitglieder und Roswitha Schöttler, die Vorsitzende der Seelsorgeeinheit Letzenberg.
Dann gedachte die Versammlung den im vergangenen Jahr verstorbenen Ehrenmitgliedern: Otto Wagner, Adelbert Klefenz, Lucia Dietrich und Irma Schäfer. Laut Tagesordnung folgte der Bericht der Schriftführerin Annemarie Hillenbrand, die ein von Höhen und Tiefen getragenes Jahr 2015 Revue passieren ließ. Der Kassenwartin Renate Rößler konnte nach ihrem ausführlichen Bericht über Einnahmen und Ausgaben von den Kassenprüfern Bianca Illa und Reiner Stier eine ordnungsgemäße Buchhaltung bescheinigt werden. Die Kassenprüfer standen wieder zur Wahl und wurden von der Versammlung einstimmig für ein weiteres Jahr gewählt.
Laut den Ausführungen der 1. Vorsitzenden Christel Wagner gestaltete sich das Jahr 2015 recht erfreulich, auch durch das ausgewogene Angebot und die guten Besucherzahlen bei der Abendmusik, die viermal im Jahr mit wechselndem Programm stattfindet.
Sie betonte, dass der Chor als Gruppe der Pfarrgemeinde intakt bleiben muss, nur so gibt es weiter ein Konzept für die Zukunft. Die Aufgabe des Chors sei auch künftig gessenhaft zu erfüllen: Das Wort Gottes musikalisch zu verkünden und weiterzugeben. Eckpfeiler sind das Zusammengehörigkeitsgefühl und nicht zu vergessen die Geselligkeit. Über allem muss die Botschaft stehen, die Kirchenbesucher zu begeistern, um so eine große Zuhörerschaft zu erreichen. Christel Wagner blickt bereits auf 2018, dann wird der Chor 190 Jahre alt, was mit einem Jubiläum gebührend begangen werden soll.

Eingebettet in ihren Dank an alle Sängerinnen und Sänger sowie das Team der Verantwortlichen war die Ehrung der Notenwartin Lotte Honeck für 20 Jahre ununterbrochene Tätigkeit. Sie erntete großen Dank für ihren Dienst, ihre Gewissenhaftigkeit und Pünktlichkeit.
Für uneigennützigen Einsatz konnte die 1. Vorsitzende zahlreiche Aktive ehren, so für fleißigen Singstundenbesuch und fast lückenlose Anwesenheit bei öffentlichen Auftritten.

„Wer aufhört, besser zu werden, hat schon längst aufgehört, gut zu sein“ - mit dieser Leitlinie seines Tuns eröffnete Prof. Wassermann seinen Bericht. Der Chor habe eine reiche kirchenmusikalische Tradition, die es aber auch erlaubt, weiter ausgebaut zu werden.
Er bedankte sich bei allen für die respektable Leistung und wird nicht müde, jedem Sangeswilligen Angebote zu machen. Allwöchentlich gibt es eine „Mini“-Stimmbildung, Verbesserung der Stimmtechnik und er lädt „Besessene“ ein, im kleinen Chor Allegro zu singen. Dieser kleine Chor ist es auch, der immer häufiger bei der Abendmusik seine Leistung zum Besten gibt. Es gibt verschiedene Formationen im Chor, so auch die Schola und den Frauenchor, und jede Gruppe hat ihre Berechtigung durch hervorragende Leistungen.

Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Seelsorgeeinheit Letzenberg, Roswitha Schöttler bedankte sich auch herzlich bei einer der „Säule“ der Pfarrgemeinde für das vielfältige Engagement. Nach ihren Worten bietet das Miteinander eine pastorale Chance, die Gemeinden zu veranlassen, mit dem jeweiligen Angebot der Chöre die religiösen Antennen auf Empfang zu stellen.
Roswitha Schöttler beantragte so die Entlastung der Vorstandschaft und konnte diese nach Abstimmung auch einstimmig vornehmen.

Die Neuwahlen ergaben folgendes Ergebnis:
Kraft Amtes gehören dem Chor an: der Präses Pfarrer Joachim Viedt, der Chorleiter Professor Wassermann, der Vizechorleiter Rudi Menges und die Notenwartin Lotte Honeck sowie Christel Wagner, 1. Vorsitzende, Annemarie Hillenbrand, Schriftführerin, Renate Rößler, Kassenwartin, Heike Gottstein, Helga Gottstein, Paul Rachel und Harald Frauenschuh, Beisitzer,
Neu ins Gremium wurde Gudrun Linder als Beisitzer gewählt.

Die 1. Vorsitzende bedankte sich zum Abschluss bei allen für den harmonischen Verlauf der Versammlung und lud zum gemütlichen Ausklang des Abends ein.

2015

Mrz - Rauenberger Abendmusik, Musik zur Passion, G. B. Pergolesi, Stabat Mater

Rauenberger Abendmusik
Musik zur Passion
G. B. Pergolesi, Stabat Mater
Motetten zur Passion

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Milena Sachsenmaier (Wien), Sopran
Anaïs Hardouin-Finez (Paris), Mezzosopran
Paul Tarling, Orgel
Kleiner Chor „Allegro“ des
Chors an St. Peter und Paul Rauenberg
Canzonieri di Santa Carolina, Heidelberg
Kammerorchester Les Alouettes, Heidelberg
Leitung: Prof. Franz Wassermann


Das Mysterium
Geheimnisumwittert ist das Stabat Mater des früh, mit 26 Jahren, verstorbenen Komponisten Giovanni Battista Pergolesi, das der Schwerkranke wenige Tage vor seinem Tode geschrieben haben soll. Pergolesi war ein Star unter den Komponisten seiner Zeit, was auch durch die Zahl der Kompositionen bestätigt ist, die ihm unterschoben wurden. Und noch heute ist sein Stabat Mater die bekannteste Musik zu diesem Mariengebet, von vielen Musikliebhabern geschätzt und geliebt. Der Text stammt aus dem 13. Jahrhundert und wird dem Franziskanermönch Jacopone da Todi zugeschrieben. Er ist die Sequenz zum „Sieben-Schmerzen-Freitag“, der früher zwei Tage vor dem Palmsonntag gefeiert wurde.
Aus den zahlreichen Vertonungen des Textes ragt die von Pergolesi heraus durch die perfekte Balance zwischen Text und Musik; der Ausdruck wird mit Mitteln der Melodie und der Harmonie als fein abgestufte und zugleich einheitliche Stimmung geschaffen. Arien, Duette und Chorteile wechseln sich auf farbige Weise ab. Die beiden Solistinnen Milena Sachsenmaier (Sopran) aus Wien und Anaïs Hardouin-Finez (Mezzosopran) aus Paris sind ein vorzüglich aufeinander abgestimmtes Duett; sie werden begleitet von Kammerorchester „Les Alouettes“ aus Heidelberg, dem Organisten Paul Tarling aus Neuseeland und dem Vokalensemble „Canzonieri della Carolina“ aus Heidelberg. Dieses Ensemble und der Kleine Chor „Allegro“ des Chors an St. Peter und Paul musizieren Motetten zur Passion von Bruckner, Rheinberger und anderen Komponisten.
Prof. Franz Wassermann, dem musikalischen Leiter der Veranstaltung, ist es durch seine weitgespannten Kontakte gelungen, die Künstler für dieses besondere Kirchenkonzert zu verpflichten. Menschen aus aller Welt kommen zum Musizieren nach Rauenberg – kommen Sie zum Zuhören!
Zu den Konzerten der „Rauenberger Abendmusik im Dom des Angelbachtals“ ist der Eintritt frei, stattdessen wird um eine Spende gebeten.


2014

Nov - Gottesdienstgestaltung zu Ehren der Hl. Cäcilia

Sam. 22. November 18.30 Uhr

Dankt dem Herrn mit Freude! Er hat euch fähig gemacht, Anteil zu haben am Lobpreis Gottes.“
Gottesdienst am Fest der heiligen Cäcilia
Am Samstag, den 22.11. Festgottesdienst um 18.30 Uhr. Der Chor wird den Gottesdienst mit Chorsätzen und Motetten mitgestalten. Mit Ehrungen verdienter Sängerinnen und Sänger für langjähriges Singen im Chor.

Nov - Allerheiligen "Deutsche Messe"

Sam. 1. November 9 Uhr

„Lass das Licht der Freude und des Frohsinns brennen und hüte es in deiner Seele.“
Zum Fest Allerheiligen singt der Chor am 1.11. im Gottesdienst um 9 Uhr die „Deutsche Messe“ von Franz Schubert, begleitet vom Bläserensemble des Musikvereins Rauenberg.

Okt - Rauenberger Abendmusik - Orgelsolomesse, Magnificat

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RNZ-Artikel Abendmusik:

Eine Oase der Ruhe im Alltagsgetriebe
In der „Rauenberger Abendmusik“ erklangen große Werke der „Wiener Klassik“
 
Rauenberg. (BeSt) In der Reihe „Rauenberger Abendmusik“ gestalteten die Kirchenchöre Rauenberg und Bretten sowie das Orchester „Les Alouettes“ Heidelberg das dritte diesjährige Konzert und begeisterten die Zuhörer in der voll besetzten Kirche. Den Besuchern wurde bereits beim Anblick des von Podesten umgebenen Altars deutlich, dass dieser Konzertabend von einem ungewöhnlich großen Chor gestaltet werden würde. Ein weiterer Blickfang war die kleine Konzertorgel vor dem Seitenaltar, die sonst unscheinbar in einer Seitennische steht.
In seiner Begrüßung hob Pfarrer Joachim Viedt die besondere Zusammensetzung des rund 100-köpfigen Chores hervor, der sich inzwischen am Altar aufgestellt hatte. Die Zusammenarbeit der Kirchenchöre Rauenberg und Bretten komme nicht von ungefähr, sondern sei Frucht des ehemaligen Rauenberger und jetzigen Brettener Pfarrers Harald-Mathias Maiba, so Viedt. Der anwesende Pfarrer Maiba erinnerte an den kürzlich verstorbenen Alfred Menges und führte schließlich durch das „geistige Werk der Wiener Klassik“.
Der immer schwungvoll kreisende Taktstock von Reinhard Baumgärtner (Chorleiter Bretten) feuerte Chor und Orchester, sowie die Solisten Claudia Gervasi (Sopran), Tanja Conrad (Alt), Stefan Keller (Tenor) und Dieter Schweigel (Bass) gemeinsam mit Paul Tarling (Orgel) zu einem sehr stimmungsvollen Konzertauftakt an. Zu hören war Mozarts Orgelsolomesse (Missa in C KV 259). Es gelang den musikalischen Akteuren, die tiefe Gläubigkeit Mozarts ebenso zu vermitteln wie den zeitlichen Umtrieb des Komponisten, der die Vorgabe erfüllen musste, seine Messe in 45 Minuten beendet zu haben.
Dem letzten Salzburger Werk Mozarts, dem Laudate Dominum aus der „Vesperae solennes de confessore“, dem Abendgebet der Kirche, widmete sich der Rauenberger Chor. Mit ruhiger Hand leitete Prof. Franz Wassermann die Rauenberger Sopranistin Anette Blatz-Braun an und formte die Stimmen seines Kirchenchores mit Orgel und Orchester zu einem feierlichen Abendgesang. Die wohl schönste Vokalkunst des österreichischen Meisters verbreitete eine wohltuende Ruhe weitab aller Alltagshektik im Kirchenschiff. Anschließend sang der Chor die von Mozart überarbeitete Partitur des Hallelujas aus Händels „Messias“.
Mozarts Kirchensonate in C-Dur ist beispielhaft für die Instrumentalmusik des 18. Jahrhunderts. Mit ihr wurde als „Sonata al apistola“ die Antwortmusik zur Lesung in den Gottesdiensten eingeführt. Franz Wassermann gelang es erneut, mit der kleinen Orgel und dem Orchester einen wohltuenden Klang in der Kirche entstehen zu lassen, der zur Besinnung anregte und zugleich einen hervorragenden Übergang zum zweiten Konzertteil bildete, der vom Kirchenchor Bretten gestaltet wurde. Dieser beschäftigte sich gekonnt mit Mozarts „Ave Verum Corpus“. Es folgte die von Joseph Haydn 1781 geschriebene Festkantate „Allmächtiger, Preis dir und Ehre“, bei der sich Orchester und Orgel in den Vordergrund spielten.
Am Ende der Abendmusik brillierten die Sänger der beiden Chöre gemeinsam und klangstark mit dem Lobgesang zur Ehre der Gottesmutter. Im Allegro maestoso überzeugte der große Chor, im Andante waren nochmals die vier Solisten zu hören und das Allegro vivace bildete untermalt von der Pauke das große Finale des Abends. Franz Schubert hatte das Magnifikat D-Dur 1815 für bürgerliche Kirchenmusiker und nicht für Berufsmusiker geschrieben. Sein Wunsch, alle menschlichen Sinne mit dieser Musik zu ergreifen, gelang 200 Jahre später und 700 Kilometer entfernt von Wien in Rauenberg zweifellos.


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Jun - Patrozinium und Abendmusik

Patrozinium St. Peter und Paul
Choralmesse F Dur von Anton Bruckner

Rauenberger Abendmusik "Mit Pauken und Trompeten"
Ein festliches Konzert mit Werken von Bach, Haydn, Purcell und Telemann mit dem Trompeter Michael Werner aus Stuttgart und Christoph Kerber aus Mannheim, Pauken. An der Orgel Prof. Franz Wassermann.

Jun - Gregorianik an Pfingsten

Son. 8. Juni 9 Uhr
Gregorianik an Pfingsten
„Eine Kirchenkomposition ist umso mehr kirchlich und liturgisch, je mehr sie sich in ihrer Anlage, ihrem Geist und ihrer Stimmung dem gregorianischen Gesang nähert…“
Die Schola des katholischen Kirchenchors an St. Peter und Paul Rauenberg singt an Pfingsten zum Festgottesdienst die „Missa de Angelis, die im 10. Jahrhundert entstanden ist. Während der Jahrhunderte wurden diese Choräle auf verschiedene Weisen – vor allem in Benediktiner- und Zisterzienserklöstern – gepflegt, während sie allgemein im Abendland immer wieder dem jeweils herrschenden Geschmack angepasst wurden. Sie sind hierzu herzlich eingeladen.

Mai - Maiandacht mit Marienmotetten

Maiandacht mit Marienmotetten
„Wie eine Brücke von der Erde zum Himmel reicht das Vertrauen vieler zur Gottesmutter Maria.“
Es ist ein schöner, über Jahrhunderte erhaltener Brauch, die Mutter Gottes auf vielfältige Weise zu ehren. In der Literatur, in der Kunst und in der Musik wird Maria seit dem Mittelalter in zahlreichen liturgischen Gesängen gepriesen und viele Aussagen über sie in Musik gesetzt. Der Kirchenchor wird sich auch in diesem Jahr in der Maiandacht mit Marienmotetten in die Verehrung Marias am Sonntag, dem 18. Mai um 18.30 Uhr einbringen.

Apr - Karfreitag. Ostern: Orgelsolomesse von W.A. Mozart und Händels "Halleluja"

Karfreitag 18. April 15 Uhr
Karfreitagsliturgie / Choräle

Son. 20. April 10:30 Uhr
Ostern,
Orgelsolomesse von W.A. Mozart und Händels "Halleluja"
W.A. Mozarts Orgelsolomesse gehört zu den Messen, die er in seiner Salzburger Zeit ab 1772 im Dienst des Fürsterzbischofs Colloredo komponierte. Dieser, ein sehr reformfreudiger Landesherr, hatte verfügt, dass ein Hochamt samt Messkomposition nicht länger als dreiviertel Stunden dauern dürfe. So musste Mozart sich in seiner Musiksprache konzentrieren, um den gesamten Ordinariumstext (Kyrie, Gloria, Credo, Sanctus, Benedictus und Agnus Dei) in einer Missa brevis (kurze Messe) unterzubringen. Ihren Namen hat die Orgelsolomesse vom Benedictus, in dem die Orgel solistisch in Begleitung des Solistenquartetts hervortritt.
Die Orgelsolomesse ist wohl eines der liebenswürdigsten Werke, die Mozart komponiert hat. Der heitere Schlusssatz Dona nobis pacem – Gib uns Frieden ist charakteristisch für das ganze Werk. Die ihm vorgeschriebene Kürze inspirierte den Komponisten zu kreativen Lösungen: Die beiden textreichen Teile Gloria und Credo sind kurz gefasst, doch im schon Benedictus entwirft er geradezu serenadenhaft schwingende Musik – nur ein Genie wie Mozart erfindet solch ein Werk. Diese Messkomposition erklingt an Ostern 2014 zum ersten Mal im „Dom des Angelbachtals“.

Händels Halleluja
Der berühmteste Satz des Oratoriums Messiah (der Messias=Erlöser) von Georg Friedrich Händel ist das Halleluja, das den zweiten der drei Teile des Oratoriums beschließt. An vielen Orten der Welt ist es Brauch, dass das Publikum bei diesem Teil der Aufführung aufsteht; es wird berichtet, dass beim ersten Hören dieses Chorsatzes König Georg II. so begeistert war, dass er aufsprang - was alle anderen Zuhörer dazu veranlasste, seinem Beispiel zu folgen. In Großbritannien singt mittlerweile das Publikum oft das Halleluja mit.
Händel schrieb die Musik in seinem üblichen Arbeitstempo. Er begann am 22. August 1741; mit der Instrumentierung war die Partitur am 14. September, also nach lediglich 24 Tagen, vollständig abgeschlossen. Die Aufführungsdauer des kompletten Oratoriums beträgt zwischen zwei und 2 1/2 Stunden.

Mrz - Rauenberger Abendmusik

Son. 30. März 19 Uhr
Rauenberger Abendmusik ;
romantische Kompositionen und moderne rhythmische Lieder
Der Abend steht unter dem Motto „Du hast mich erlöst“. Französische Chormusik zur Passion von Gounod, Franck und Saint-Saens singt das Vokalensemble der Camerata Carolina von der Universität Heidelberg, seine Solisten musizieren Psalmvertonungen von Antonin Dvorak, und der Kleine Chor Allegro des Chors von St. Peter und Paul Rauenberg singt Spirituals der Bitte und der Hoffnung; Paul Tarling aus Neuseeland begleitet an der Orgel. Die Leitung hat Prof. Franz Wassermann. Die Pfarrgemeinde lädt herzlich ein zu dieser Stunde musikalischer Besinnung, in der unbekannte Kostbarkeiten wie auch bekannte Melodien zu hören sein werden. Der Eintritt ist frei, um Spenden wird gebeten.

Mrz - Kirchenchorfastnacht

Kirchenchorfasching 2014

Der Fastnachtssamstag ist seit Jahren d e r Tag der Rauenberger Kirchenchor-Fastnacht. In seiner bunten Vielfalt der Akteure und dem
tollen Programm ein richtiges „Genussmittel“ für seine Besucher.
Die Fastnachtsmeisterin Heike Gottstein hatte wieder ein Superprogramm auf die Beine gestellt, der Pfarrsaal war eine Augenweide, weil von
den routinierten Saalschmückern aufs Tollste geschmückt, und so hatte die Vorsitzende Christel Wagner leichtes Spiel mit der Begrüßung der
sehr zahlreichen Gäste.
Christel Wagner leitete auch als Sitzungspräsidentin gleich über in das mit Höhepunkten vollgepackte Programm und begrüßte als ersten
Programmpunkt Wolfgang Rössler und Gerd Sautner, die „ Museumssänger vom Rauenberger Winzermuseum“. Die beiden wiederum
brachten mit ihren gekonnt vorgetragenen Songs das gut gelaunte Publikum in die richtige Stimmung und schon war eine Saalrakete
fällig und nur mit der Zusage, dass sie im Laufe des Abends noch mal was draufhatten, durften die beiden die Bühne verlassen.
Anneliese Wagner, seit vielen Jahren die Protokollerin des Chores, berichtete wieder was sich das ganze Jahr über bei den Singstunden,
Auftritten oder Festlichkeiten so alles abgespielt hatte und man staunte mal wieder, wie vielseitig und vielfältig der Rauenberger Kirchenchor agiert.
Wie alle Akteure des Abends bekam auch Anneliese den wunderschönen diesjährigen Fastnachtsorden, der von Markus Backes und seinem
Bastelteam ein Eigenarbeit hergestellt worden war, überreicht und wurde mit einem dreifachen „Rauberg-Ralau“ verabschiedet.
Der nächste Programmpunkt war einfach ein Glanzpunkt. Die Hohepriesterin am Hofe von Kleopatra (Kathrin Filsinger) war mit ihrem Gefolge
noch unterwegs von der Frauenfastnacht am Donnerstag und zeigte mit ihren Tempeldienerinnen in phantastischen Kostümen, den
Zauber und die Magie des Tanzes am Hofe des Pharao. Hilde Filsinger hatte auch in diesem Jahr wieder die tolle Idee, eine Tanzgruppe
aus Frauen der KfD und des Kirchenchors zusammen zu stellen und sowohl mit Tanz und Musik als auch mit dem entsprechenden Outfit,
das begeisterte Publikum in den Bann zu schlagen. Die Haremsdamen waren neben Hilde und Kathrin Filsinger Renate Schneider, Christa
Kollenz, Julia Kloe, Ursel Zachmann, Barbara Steidel, Doris Fuchs, Karin Jotic, Claudia Göbel und Heike Gottstein. Ohne Zugabe durfte
diese Gruppe natürlich auch nicht abtreten und mit einer Saalrakete verabschiedeten sich die Mädchen aus 1001 Nacht.
Unser Musiker Edgar Staudt, versteht es seit Jahren, die aufkommende Stimmung beim Publikum aufzunehmen und mit Tanz und
Schunkelrunden in den nächsten Programmpunkt überzuleiten. Jetzt kam eine Büttenrede mit Helmut Grohmann an die Reihe.
Auch Helmut ist seit Jahren ein fester Programmpunkt unserer Chorfastnacht und hatte auch in diesem Jahr als leidgeprüfter Sänger
und Bürger, der wöchentlich über das Gebirge aus Rettigheim nach Rauenberg zur Singstunde kommt, ständig die Lacher auf seiner
Seite. Und jede Pointe saß und auch Helmut wurde mit dem dreifachen Rauberg-Ralau-Ruf belohnt.
Ein Höhepunkt jagte den andern, die „Rauenberger Sektperlen“ hatten sich angemeldet. Ein Damenorchester mit ihrem Maestro
Enrico Wagnero, ein Dirigent, dem man den Künstler schon vom Aussehen her ansah und ihrem deutschen Agenten
Karlheinz Frielinghaus, der berichtete, dass die Damen nur in großen Weltstädten wie z.B. New York und Paris auftreten (wollten),
aber Dank verschiedener Mäzene hätten sie sich für den Auftritt beim Kirchenchor breitschlagen lassen. Was diese Gruppe
mit ihren Instrumenten bot, ließ kein Auge trocken und kein Zwerchfell unberührt. Fastnacht, wie sie toller nicht geboten werden kann.
Und diese Künstlerinnen waren Annegret Frielinghaus, Conny Rössler, Christa Kollenz, Renate Schneider,
Doris Funkert, Walburga Bohr, Roswitha Klokow, Hilde Filsinger und Rosi Bergmeier.
Auch dieser echte Fastnachs-Gag wurde nach einer Saalrakete belohnt und durfte erst nach einer Zugabe die Bühne verlassen.

Seit über 20 Jahren gibt es die Choresfastnacht, aber zum ersten Mal war ein leibhaftiger Chorleiter dabei und auch noch
gleich mit der Büttenrede „Ein Mensch aus fernem Schwabenlande“ auftrat und vor allem auch mit seinem Obelix-Kostüm war er für
die närrischen Choressänger/Innen ein ungewohnter und begeisternder Fastnachter, der in lustigen Versen seine Ankunft im
Chor und in Rauenberg beschrieb und deshalb, außer dem Fastnachtsorden, auch noch eine Flasche seines Lieblingsweines
überreicht bekam und natürlich mit einem 3-fach kräftigen Rauberg-Ralau verabschiedet wurde.

Die nächste Gruppe stand schon in den Startlöchern. Die „Ortskundische“, als Vertreter des früheren Ortsbüttels Eugen,
bestens informiert über das politische Ortsgeschehen und die natürlich auch das interne Vereinsgeschehen nicht ausließen.
Mit der musikalischen Begleitung von Gerd Sautner sangen Conny Rössler, Renate Rössler, Mechthild Vogel, Karin Sautner
und Renate Schneider, Lustiges und Groteskes. Und auch diese tolle, altbekannte Gruppe, dieses Jahr in ihren schicken neuen
Kirchenchorschals, wurden mit einem 3-fachen Rauberg-Ralau und natürlich einer Saalrakete und erst nach einer Zugabe,
von der Bühne verabschiedet.

Mehrfach-Namens-Nennungen sind kein Versehen der Berichterstattung, sondern der Beweis, dass beim Rauenberger
Kirchenchor Allround-Künstler tätig sind, die in verschiedenen Auftritten gekonnt und souverän das tolle Programm mitgestalteten.

Nochmals mussten Wolfgang und Gerd als Museumssänger auf die Bühne. Denn ohne ihre Hits von den „Rauberjer Mädche“
und „Isch de Gerd do“, durften sie einfach nicht abgehen.Aber Wolfgang hatte ja noch einen Trumpf im Ärmel. Seit Jahren macht er
die besten Büttenreden beim Chor. Als Kirchenbesucher oder Jagdaufseher oder als Pfarrer mit Messdiener war er uns ja schon
bekannt, dieses Jahr hatte er einen neuen Höhepunkt als Büttenrede, den „Frauenversteher“.
Was ihm als Einkaufsbegleiter seiner Frau Conny in den Kaufhäusern so alles auffiel! „Soll ich oder soll ich net?“, es war einfach Spitze.
Und die Sitzungspräsidentin nahm ihm die Entscheidung ab indem sie einfach bestimmte: „Du sosch auf alle Fälle im nächste
Jahr wieder in die Bütt komme“. Natürlich wurde Wolfgang mit einer Saalrakete und einem dreifach donnernden „Rauberg-Raulau“
verabschiedet und dem Versprechen, auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr.

Eine solch gut organisierte und deshalb gut gelungene Fastnachtssitzung kommt nur deshalb auch beim Publikum so gut an,
weil Viele mit dazu beitragen. Dafür erhielten bei der Ordensverleihung, außer den Aktiven des Abends, auch die lauten und die
stillen Helfer vor und hinter der Bühne, die Saalschmücker, die Bedienungen, die Thekenbesatzung und das Küchenpersonal,
die Ordensbastler, Fotografen und Saaldiener, der Vesperstubenwirt und der Maler Kleksel, den Fastnachtsorden 2014 und den
Dank der Sitzungspräsidentin und des ganzen Publikums mit einem donnernden Applaus und
natürlich auch ein dreifach donnerndes Rauberg-Ralau.

Als krönendes Finale kam Hilde Filsinger mit ihrer Reisegruppe in Ägypten nochmals auf die Bühne und konnte begeisterte
Reiselustige aus dem Saal mitnehmen auf ihren musikalischen Tripp: „Kennen Sie in Kairo den berühmten ...Dings, oder dann in
Giseh, ach das ist die Sphinx..... und mit viel Spaß und Beifall und schunkeln und lachen wurde das offizielle Programm der
Fastnacht 2014 beendet und unser Musiker Edgar lud ein mit schmissigen Klängen
zum „Tanze mit mir in den Morgen“, was aber dann nur bis spät nach Mitternacht dauerte.

-wa-

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2013

Dez - Weihnachtliches Jubiläumskonzert „Oratorio de Noël“ in der Pfarrkirche

28. Dezember 2013
Weihnachtliches Jubiläumskonzert des Rauenberger Kirchenchor, anschließend Empfang

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(BeSt) Der katholische Kirchenchor an St. Peter und Paul Rauenberg gestaltete mit der Aufführung des „Oratorio de Noël“ in der Pfarrkirche und dem anschließenden Empfang im Pfarrzentrum den Höhepunkt seiner Feierlichkeiten zum 185-jährigen Chorjubiläum.
Ein imposantes Bild boten die zahlreichen Sängerinnen und Sänger des Chores gemeinsam mit den Solisten und dem Orchester „Les Alouettes“ (Heidelberg) auf den Stufen vor dem Altar im Dom des Angelbachtals. Mit der adventlichen Kantate „Herr, zeige mir deine Wege“ von Johann Wendelin Glaser strahlten Chor und Solisten gleich eine Wärme aus, welche sich in der weihnachtlich geschmückten Kirche spiegelte. Präses Pfarrer Joachim Viedt begrüßte zum Höhepunkt des Jubeljahres und lud dazu ein, sich von dieser Abendmusik mitnehmen zu lassen in das Geheimnis der Menschwerdung Gottes.

Nachdem Chor und Musiker vom Altarraum auf die Empore umgezogen waren und Paul Tarling an der Göckel-Orgel Joseph Haydns Orgelkonzert in C-Dur gemeinsam mit dem Orchester dargeboten hatte, folgte das „Oratorio de Noël“ (deutsch: „Weihnachtsoratorium“), das 1858 vom damals 23-jährigen Franzosen Camille Saint-Saëns komponiert wurde.

Bereits mit den ersten Tönen des Präludiums breitete sich im Spiel der Streicher und der Orgel erneut ein Gefühl der Wärme im Rauenberger Dom aus. Die Solisten Anette Blatz-Braun (Sopran), Monika Gradl (Mezzosopran), Gerda M. Eiselmair (Alt), Thomas Ströckens (Tenor) und Uwe Schroeder-Wildberg (Bassbarition) beeindruckten in verschiedenen Arien und einem Duett, bevor Chor, Orchester und Orgel das Oratorium interpretierten. Nach den beginnenden Hallelujarufen des Soli-Quartetts nahmen Orgel und Orchester erneut die warmen Klänge des Präludiums auf und der Jubelchor stimmte unter der Gesamtleitung von Prof. Franz Wassermann mit seinen verschiedenen Stimmen in die Hallelujarufe und abschließenden Jubelrufe zur Menschwerdung Christi wunderbar ein.

Nach dem einstündigen Konzert konnte die Chor-Vorsitzende Christel Wagner viele Gäste zum anschließenden Empfang im Pfarrzentrum begrüßen. Dankbar blickte sie auf die 185-jährige Geschichte des ältesten Rauenberger Vereines zurück, die geprägt von den vielen Sängern, Chorleitern und Pfarrern gewesen sei. Sie sprach auch die Hoffnung auf viele kommende Jahrzehnte des Chores zum Lobe und zur Ehre Gottes aus.

Bürgermeister Frank Broghammer zeigte sich im Namen der weltlichen Gemeinde dankbar, einen solchen Verein in Rauenberg zu haben, der sich seit Generationen so engagiert für die Gesamtgemeinde einsetze. Dem Chor gelinge beispielhaft der Brückenschlag zwischen weltlichem und kirchlichem Engagement. Stolz zeigte sich das Stadtoberhaupt auch auf den Rauenberger Neubürger Prof. Wassermann, der sich mit der Reihe der Abendmusiken an der Peter und Paul Kirche und als Dirigent des Kirchenchores für die Förderung der Musik am Ort einsetze.

Die Vorsitzende des Pfarrgemeinderates der Seelsorgeeinheit, Roswitha Schöttler, dankte im Namen der Pfarrgemeinde dem Chor für sein Wirken über knapp zwei Jahrhunderte und zeigte sich zuversichtlich, dass die aktuelle Strahlkraft des Chores auch künftig erhalten bleibe. Stellvertretend hierfür dankte sie der langjährigen Vorsitzenden Christel Wagner, die den Chor gekonnt anführe. Abschließend ergriff Chorleiter Franz Wassermann das Wort. Er warb um neue Sängerinnen und Sängern und dankte in besonderem Maße den derzeitigen, die sich mit ihm auf immer neue Projekte einließen. „Der Chor kann feste arbeiten und Feste feiern. Sie haben heute gehört, dass es sich lohnt, Teil des Chors zu werden. Kommen sie montags in unsere Singstunde!“, so die Worte des Dirigenten.

Mit freundlicher Genehmigung der Rhein-Neckar-Zeitung.


Nov - "Cäcilia"- Evensong Allegro – Jubiläum 185 Jahre

Samstag, 23. Nov. 18.30 Uhr
"Cäcilia"- Evensong Allegro – Jubiläum 185 Jahre

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Im Jubiläumsjahr – 185 Jahre Kirchenchor Rauenberg – hat der Chor den Namenstag seiner Patronin, der Hl. Cäcilia, mit einem Evensong in der Pfarrkirche St. Peter und Paul gestaltet.

Diese Form des Gottesdienstes stammt aus der anglikanischen Kirche und gehört als Andacht in die Abenddämmerung. An dieser Schwelle kommen Christen zusammen, um den alten Tag zu verabschieden, um ihren Frieden zu machen mit dem, was gewesen ist, und um sich innerlich zu reinigen für das, was kommt. Die Liturgie ist geprägt vom Gesang mit Texten aus der Heiligen Schrift. Zum Choral Evensong gehört der Chor genauso wie das Lied der zur Andacht versammelten Gemeinde.
Ausführende waren der Kirchenchor Cäcilia, der kleine Chor Allegro, amerikanische und englische Studenten der Universität Heidelberg, an der Orgel Paul Tarling, die Leitung hatte Prof. Franz Wassermann. Texte der Heiligen Schrift trugen Pfarrer J. Viedt und Lektor Alexander Krotz vor.

Im Anschluss wurden zahlreiche Chormitglieder für ihre aktive Zugehörigkeit mit Urkunde vom Diözesan-Cäcilienverband, Freiburg, und Anerkennung und Dank von den Chormitgliedern geehrt:
10 Jahre: Anita Schmidt, Doris Funkert, Ilona Mundil, Hans Döring, Lothar Jardot, Hermann Rösch, Rudi Menges II, Josef Gerner, Helmut Grohmann, Gerhard Filsinger, Hermann Köhler, Annegret Frielinghaus
25 Jahre: Cäcilie Singer, Peter Ritz
50 Jahre: Ellen Klefenz
70 Jahre: Gertrud Schremser
Zum Ehrenmitglied wurde Renate Rößler ernannt.

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Nov - Allerheiligen

Allerheiligen, 01. Nov. 9 Uhr
Festgottesdienst Deutsche Messe Schubert gemeinsam mit dem Musikverein und der Orgel , Nachmittags Gräberbesuch

Jun - Große Credo-Messe KV 257 von W.A. Mozart

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Credo-Messe KV 257 von W.A. Mozart . Diese mitreißende Komposition ist auch bekannt als „Melodie-Messe“; sie ist schwungvoll und eingängig, aber nirgendwo einfältig: Wir musizieren sie zusammen mit Solisten und Orchester im Festgottesdienst zu Peter und Paul am 29. Juni um 18.30 Uhr im „Dom des Angelbachtals“, der kath. Pfarrkirche Rauenberg.

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Mai - Fronleichnam, 30. Mai


Festgottesdienst/Prozession (Chor u. Bläserquartett), nachmittags Grillfest

Mai - Maiandacht, Pfarrkirche Rauenberg

Sonntag 05. Mai, 18.30 Uhr

Maiandacht, Pfarrkirche Rauenberg

Mitgestaltet vom Kirchenchor Rauenberg
unter der Leitung von Professor Wassermann
mit marianischer Chorliteratur:
Sancta Maria, Musik von Johann Schweitzer
Heilige Mutter von Heinz-Gert Freimuth
Alle Tage sing und sage nach Hch. Bone
Ave Maria